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Nutzung gestaltet Raum

Regionalhistorische Perspektiven zwischen Stormarn und Dänemark

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Oliver Auge and Norbert Fischer

Der Band versammelt in sich die Beiträge einer interdisziplinär angelegten, von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel/Abteilung für Regionalgeschichte mit Schwerpunkt Schleswig-Holstein, der Universität Hamburg/Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie und der Stadt Ahrensburg veranstalteten Gemeinschaftstagung. Die einzelnen Beiträge beleuchten aus politik-, sozial-, wirtschafts-, umwelt-, kultur- und mentalitätsgeschichtlicher Perspektive die Region Stormarn zwischen den Hansestädten Hamburg und Lübeck, die über Jahrhunderte im Spannungsfeld unterschiedlicher Herrschaftsansprüche und Einflusssphären lag.

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Die Bedeutung der Gutsgeschichte für die räumliche Entwicklung von Ahrensburg (Angela Behrens)

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Angela Behrens

Die Bedeutung der Gutsgeschichte für die räumliche Entwicklung von Ahrensburg

Im Jahr 2014 feierte die Stadt Ahrensburg das 700-jährige Jubiläum ihrer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1314. Genauer gesagt ist es die erste Erwähnung des Dorfes Woldenhorn, der Keimzelle der heutigen Stadt. Diese ist 2016 mit über 34.000 Einwohnern die größte Stadt im schleswig-holsteinischen Landkreis Stormarn, der das Gebiet zwischen den Metropolen Hamburg und Lübeck einnimmt.1 Ahrensburg grenzt an den nordöstlichen Rand Hamburgs und zählt nicht zuletzt aufgrund der günstigen Infrastruktur mit einer Autobahnanbindung an die A 1 sowie jeweils zwei Regionalbahn- und zwei U-Bahn-Haltestellen im Hamburger Verkehrsverbund und drei Gewerbegebieten zu den wirtschafts- und wachstumsstärksten Kommunen in der Metropolregion Hamburg.

Die Herausbildung dieser wirtschaftlich dynamischen Stadt ist neueren Datums. Erst im Jahr 1949 erhielt Ahrensburg das Stadtrecht. Und erst seit Woldenhorn nach dem Anschluss Schleswig-Holsteins an Preußen 1867 eine eigenständige Landgemeinde wurde, heißt das alte Gutsdorf „Ahrensburg“.2 Bis heute ist die Struktur der Stadt – von der barocken Anlage der Innenstadt bis zur siedlungsgeographischen Aufteilung – maßgeblich durch die Geschichte des Adligen Gutes Ahrensburg geprägt, zu dem Woldenhorn seit dem 16. Jahrhundert gehörte. Die jeweiligen Schloss- und Gutsbesitzer spielten bei der Gestaltung und Nutzung des Gutsgebietes aufgrund ihrer umfassenden herrschaftlichen Verfügungsgewalt und ihres Grundbesitzes bis in die 1920er Jahre hinein eine große Rolle. Die von ihnen veranlasste Einf...

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