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Survival of Utopias – Weiterlebende Utopien

Life Reform and Progressive Education in Austria and Hungary – Lebensreform und Reformpädagogik in Österreich und Ungarn

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Edited By András Németh, Claudia Stöckl and Beatrix Vincze

Life reform and progressive education developed various utopias and projected new ways of cultural, social, religious and political living. This book studies how these utopias lived on until World War II, how they still affect present life in Austria and Hungary, and it examines continuities and differences within the political, educational and cultural movements of both countries. The main focus lies on interrelations between educational utopias and strategies and the development of a collective identity in times of radical political and social changes.

Lebensreform und Reformpädagogik entwarfen Utopien für das kulturelle, soziale und religiöse Leben. Dieses Buch untersucht das Weiterleben dieser Utopien bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges, ihre Wirkungen bis in die Gegenwart in Österreich und Ungarn und beleuchtet Kontinuitäten und Differenzen innerhalb der (bildungs-)politischen und kulturellen Strömungen beider Länder. Im Zentrum steht die Frage nach Zusammenhängen zwischen pädagogischen Utopien und Strategien und den Entwicklungen von kollektiver Identität in Zeiten politischer und gesellschaftlicher Umbrüche und Verunsicherungen.

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Pädagogik zwischen Utopie und Wirklichkeit. Systematische Einblicke in den affirmativen Charakter einer Disziplin (Johanna Hopfner)

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Johanna Hopfner

Pädagogik zwischen Utopie und Wirklichkeit. Systematische Einblicke in den affirmativen Charakter einer Disziplin

Seit es pädagogisches Denken gibt besteht die Versuchung, sich zu einer gesellschaftlich relevanten Macht aufzuschwingen und gestaltend in das politische und kulturelle Leben einzugreifen. Platons Idee einer Polis erfährt im Laufe der Geschichte immer wieder Variationen mit unterschiedlichem Ausgang. Entschiedene Parteinahmen für die Autonomie des Subjekts, für seine zukunftsträchtigen Potentiale zur individuellen Vervollkommnung und Plädoyers für durchorganisierte Erziehungsinstitutionen, die gesellschaftliche Nützlichkeiten der einzelnen sicherstellen, existieren neben- oder nacheinander. Sie erzeugen zugleich Phasen, in denen pädagogischer Optimismus und Realismus unterschiedlich schwer wiegen. Ausgehend von zwei gegensätzlichen Positionen, die einerseits das Ende der Utopie beschwören (1), andererseits deren Notwendigkeit im pädagogischen Kontext betonen (2), werden im dritten Schritt die theoretischen Möglichkeiten ausgelotet, den Versuchungen einer schlichten Anpassung an die wirklichen Gegebenheiten ebenso zu widerstehen wie einer Idealisierung pädagogischer Gestaltungskraft (3). Ein etwas ernüchternder Ausblick steht am Ende des Beitrages.

1.  Das Ende der Utopie – endlich erreicht?

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