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Imitat, Zitat, Plagiat und Original in Literatur und Kultur der Frühen Neuzeit

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Andreas Beck and Nora Ramtke

Dieser Sammelband lotet die facettenreiche Praxis des Imitats, Zitats, Plagiats sowie der Herstellung von ‚Originalen‘ in Literatur und Kultur der Frühen Neuzeit aus. Die versammelten Fallstudien behandeln nicht nur Gegenstände germanistischer Literaturwissenschaft, sie bewegen sich auch auf dem Gebiet anderer Philologien sowie im Bereich von Malerei, Architektur und Druckgraphik. Ihr gemeinsames Anliegen ist, die Epoche der Frühen Neuzeit von ihr eigentümlichen Organisationsformen des künstlerischen Materials her in den Blick zu nehmen. So leistet der Band einen Beitrag zu einer Literatur- und Kulturgeschichte als einer Geschichte künstlerischer Verfahren. Auf einer beiliegenden CD ergänzt eine elektronische Edition der rekonstruierten Originalfassung des ‚Trophaeum Mariano-Cellense‘ den Band.

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Trophæum Mariano-Cellense […]. Rekonstruktion des ursprünglichen Text/Bild-Ensembles, Transkription, Übersetzung der lateinis\chen Passagen (elektronische Edition) (Andreas Beck)

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Andreas Beck

Trophæum Mariano-Cellense […]. Rekonstruktion des ursprünglichen Text/Bild-Ensembles, Transkription, Übersetzung der lateinischen Passagen (elektronische Edition)

Warum die vorliegende Neuausgabe des Trophæum Mariano-Cellense? Die sorgfältige Transkription, die Rudolf Payer von Thurn 1924 vorgelegt hat,1 ist weitgehend fehlerfrei,2 und er bietet überdies eine insgesamt gute Übersetzung der lateinischen Passagen3 – und da außerdem auf den Internetseiten der Österreichischen Nationalbibliothek ein Digitalisat des Trophæum von passabler Qualität bequem greifbar ist,4 können Interessierte jederzeit eine kritische Prüfung der Payer-Thurnschen Texte vornehmen. Eine zufriedenstellende Situation, wie es scheint – die dennoch editionsphilologischen Handlungsbedarf erkennen läßt.

Zunächst stellt sich die Frage nach den Positionen, an denen die Kopie des Haitzmannschen Votivbilds (fol. 1r) sowie die Kopien der acht bildlichen Teufelsdarstellungen mit erläuternden Textkartuschen (fol. 2r–5v) ursprünglich in das Trophæum integriert waren. Das Blatt, das wohl im Rahmen der Restaurierung vom „Nov. 1998“ (Vorsatz) vor fol. 6r eingefügt wurde, trägt eine Bleistiftnotiz; sie belegt, zusammen mit den Ausführungen Payers von Thurn sowie insbesondere mit der durchgehenden Foliierung←251 | 252→ der Manuskriptblätter sowie der Bilder (jeweils in der rechten oberen Ecke, von älterer Hand),5 daß besagte Bilder das Trophæum früher einmal eröffnet haben.6 Ihr ursprünglicher Ort war dies jedoch mit Sicherheit nicht:7 ist doch im nachfolgenden Text (vgl. fol. 11r, Zeile 6 f.) von einem an bestimmter Stelle (nach fol. 9v) eingeschalteten Bild die Rede, das...

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