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Fremdsprachliche Diskursbewusstheit als Zielkonstrukt des Fremdsprachenunterrichts

Eine kritische Auseinandersetzung mit der Interkulturellen Kompetenz

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Jochen Plikat

Interkulturelle Kompetenz spielt für das Lernen fremder Sprachen aktuell eine Schlüsselrolle. Der Autor untersucht die Leitfragen, wofür eine solche Kompetenz steht und welches Verständnis von Kultur ihr zu Grunde liegt. Er arbeitet die Problemlage auf, in welchem Maße das Gebot, alle Kulturen zu tolerieren, wünschenswert und umsetzbar ist, und diskutiert zentrale Beiträge zum Thema kritisch. Der Autor schlägt vor, den Fremdsprachenunterricht in Zukunft auf das neue Zielkonstrukt Fremdsprachliche Diskursbewusstheit auszurichten. Für den Umgang mit Konflikten lehnt er relativistische Beliebigkeit ab. Vielmehr empfiehlt er eine konsequente Rückbesinnung auf jene Werte, welche die Grundlage des friedlichen Zusammenlebens in pluralen Gesellschaften bilden: Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.

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Kapitel 3: Ansätze interkultureller Fremdsprachendidaktik in der Diskussion

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Kapitel 3: Ansätze interkultureller Fremdsprachendidaktik in der Diskussion

3.1  Einleitende Überlegungen

Im vorhergehenden Kapitel wurde der Versuch unternommen, zwei Problembereiche zu umreißen, die für die interkulturelle Fremdsprachendidaktik ebenso relevant wie ungelöst sind: das Problem der Kulturverständnisse und das Dilemma von Universalismus und Kulturrelativismus. In Folgenden soll nun untersucht werden, wie einflussreiche Ansätze interkultureller Fremdsprachendidaktik in Bezug auf diese Problembereiche einzuschätzen sind. Auf diese Weise sollen die Forschungsfragen 1 und 2 bearbeitet werden.

Aus der Fülle an Publikationen zum Thema wurden insgesamt vier Ansätze für eine ausführliche Analyse ausgewählt. Als Auswahlkriterien spielten dabei ihr jeweiliger Einfluss auf die fremdsprachendidaktische Diskussion in Europa und in Deutschland sowie ihre Relevanz für die hier diskutierten Problemstellungen eine Rolle (vgl. Kap. 1.9.). Die Wahl fiel erstens auf die im Umfeld des Gießener Graduiertenkollegs entwickelte Didaktik der Fremdverstehens und dabei insbesondere auf die Arbeiten Lothar Bredellas; zweitens auf Claire Kramschs Konzept der Thirdness; drittens auf das ebenfalls von Kramsch entwickelte Konzept der Symbolic Competence; viertens auf Michael Byrams Konzeption der Intercultural Communicative Competence.

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