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Die Genese volkswirtschaftlicher Inhalte sowie deren Status quo im Rahmen lernfeldbasierter Curricula des kaufmännischen Berufsbildungsbereichs

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Christoph Maus

Der Autor untersucht den Stellenwert volkswirtschaftlicher Inhalte innerhalb der kaufmännischen Berufsbildung. Während fachorientierte Lehrpläne durch enge inhaltliche Vorgaben gekennzeichnet sind, eröffnen lernfeldbasierte Rahmenlehrpläne mit Blick auf die unterrichtliche Umsetzung unterschiedliche inhaltliche Schwerpunktsetzungen. Der Autor zeichnet die fachliche Genese volkswirtschaftlicher Inhalte nach und prüft, welche Einflussfaktoren die unterrichtliche Relevanz volkswirtschaftlicher Inhalte beeinflussen. In diesem Rahmen stehen personelle Aspekte auf Seiten der Lehrpersonen sowie die Wirkung von Abschlussprüfungen im Fokus der Arbeit.

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1 Einführung

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Unter inhaltlichen Gesichtspunkten sollte grundlegend davon ausgegangen werden können, dass duale Berufsausbildungen das gesamte inhaltliche Fachspektrum des jeweiligen Berufsbildes berücksichtigen. Es würden sich innerhalb eines kaufmännischen Ausbildungsberufes die fachlichen Ausbildungsinhalte demnach über sämtliche wirtschaftswissenschaftlichen Themenbereiche erstrecken, die mit der beruflichen Tätigkeit in Verbindung gebracht werden können, so dass Bestandteile aus der Betriebswirtschaftslehre, der Volkswirtschaftslehre, des Rechnungswesens und der Buchführung sowie rechtliche Aspekte implementiert wären. Volkswirtschaftliche Inhalte besitzen, in Abgrenzung zu den anderen aufgeführten Inhaltsbereichen, zumeist keine einzelnen Unternehmen bzw. Personen als inhaltlichen Ansatzpunkt, sondern beziehen sich auf gesamtwirtschaftliche Aspekte. Daraus folgt, dass sich diese im Rahmen einer dualen Ausbildung primär zur Vermittlung im Rahmen eines tendenziell theoriegeprägten Schulumfelds gegenüber einer Vermittlung innerhalb betrieblicher Praxis eignen. Es sollte insofern von einer Implementierung volkswirtschaftlicher Inhalte in schulischen Curricula sowie einer Umsetzung im Rahmen des fachbezogenen Berufsschulunterrichts ausgegangen werden können.

Aktuelle lernfeldbasierte Curricula innerhalb des beruflichen Bildungsbereiches bieten jedoch inhaltliche Gestaltungsmöglichkeiten, so dass individuelle thematische Gewichtungen umsetzbar sind. Eine verstärkte Orientierung anhand beruflich auszuführender Tätigkeiten des Auszubildenden ermöglicht eine wesentliche Reduzierung des Anteils volkswirtschaftlicher Inhalte innerhalb der schulischen Praxis bis hin zu einer Elimination dieser, was einen inhaltlich verkürzten, auf betriebliche Inhalte orientierten Berufsschulunterricht nach sich ziehen würde. Volkswirtschaftliche Inhalte könnten einseitig dem Fachbildungsbereich entzogen werden, was weder der Inhaltssystematik des Themengebietes, noch der Konzeptionierung eines kaufmännischen Berufsbildes Rechnung tragen würde, so dass die grundlegende...

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