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Die Haftung des Kunstexperten

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Daniel Schrembs

Das Buch beschäftigt sich mit den Hintergründen und Grundlagen der Kunstexpertenhaftung. Die Kunstexpertise ist von herausragender Bedeutung für den Kunstmarkt. Sie entscheidet über die Authentizität eines Kunstwerkes und damit über Millionenwerte. Der Autor untersucht die Fälle, in denen Experten irren. Geschädigte Käufer und Verkäufer fragen dann nach ihren rechtlichen Möglichkeiten – auch nach einer Haftung des Kunstexperten. Die Haftung des Kunstexperten ist gerichtlich nicht geklärt, wodurch sich eine erhebliche Rechtsunsicherheit für die Kunstmarktbeteiligten ergibt. Der Autor klärt die Sorgfaltsanforderungen an die Tätigkeit eines Kunstexperten und zeigt anhand von vielen Beispielen aus der Praxis Wege einer Haftung des Kunstexperten auf.

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Kapitel 7: Zusammenfassung

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Kapitel 7:  Zusammenfassung

Kunstexpertisen sind im Kunsthandel von herausragender Bedeutung und machen ein Kunstwerk meist erst verkehrsfähig. Das System der Kunstexperten hat sich vielfach bewährt; doch wenn Kunstexperten irren, dann ist der Schaden angesichts der Kunstmarktpreise groß und Käufer wie Verkäufer fragen sich, wer ihnen ihren Schaden ersetzt.

Der Käufer hat gegen seinen Verkäufer Rechte aus Gewährleistung, wenn das Kunstwerk nicht von dem Künstler ist, als welches es verkauft wurde, also mangelhaft ist. Die Durchsetzung dieser Rechte scheitert aber oft an Haftungsausschlüssen. Oftmals sind die Rechte auch schon verjährt. Der Verkäufer hingegen hat gegen den Käufer keine Gewährleistungsrechte. Ihm bleibt nur die Anfechtung, wenn das Kunstwerk von einem bedeutenderen Künstler ist, als beim Verkauf angenommen. Diese beschränkten Inanspruchnahmemöglichkeiten von Käufer und Verkäufer sowie die Abhängigkeit des Kunstmarktes von den Kunstexperten führen zu einem Bedürfnis nach einer Haftung des Kunstexperten, der mit seiner Expertise zu einem nachteiligen Kauf bzw. Verkauf bewegt hat.

Ausgangspunkt einer Expertenhaftung ist § 675 Abs. 2 BGB, da die Kunstexpertise eine Auskunft ist. Diese Auskunft ist solange unverbindlich, wie sich nicht eine Verantwortlichkeit aus Vertrag, unerlaubter Handlung oder einer sonstiger gesetzlicher Bestimmung ergibt. Eine vertragliche Verantwortlichkeit ergibt sich gegenüber dem Besteller der Expertise aus den §§ 631 ff. BGB, weil die Bestellung der Expertise ein Werkvertrag ist, in dessen Rahmen der Kunstexperte eine mangelfreie Expertise schuldet. Mangelfrei...

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