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Akten des XIII. Internationalen Germanistenkongresses Shanghai 2015 - Germanistik zwischen Tradition und Innovation

Band 10

Series:

Jianhua Zhu, Michael Szurawitzki and Jin Zhao

Der Band dokumentiert die Sektionen aus dem Bereich Literaturwissenschaften auf dem IVG-Kongress 2015. Er beginnt mit der Sektion «Experimentelle Gegenwartsliteratur». Darauf folgt die Sektion «Neue Realismen. Formen des Realismus in der Gegenwartsliteratur», bevor die Sektion «Ökologie und Umweltwandel in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur» dokumentiert wird. Die Sektion «Entwicklungstendenzen der deutschen Literatur nach 1989/90. Neueste deutschsprachige Literatur als Speicher zeitgenössischer Identitätsmodelle» beschließt den Band.

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Der literarische Blick auf die Natur unter dem Blickwinkel der Globalisierung (Marita Meyer)

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Marita Meyer (Berlin, Deutschland)

Der literarische Blick auf die Natur unter dem Blickwinkel der Globalisierung

Mit einer gewissen Verspätung gegenüber dem angloamerikanischen hat sich auch im deutschsprachigen Kulturraum seit der Jahrtausendwende eine eigene Forschung zur Kulturökologie bzw. zum Ecocriticism entwickelt. Auch zu den Darstellungsformen des Globalen liegen mittlerweile einige Untersuchungen vor. Noch immer selten werden allerdings ökologische und globale Fragestellungen in der Literatur- und Kulturwissenschaft zusammen gedacht1, ungeachtet der Tatsache, dass die ökologischen Krisen der jüngsten Vergangenheit entscheidend zur Bewusstwerdung beigetragen haben, in einer globalisierten Welt zu leben.2

Der Blick auf die Natur unter dem Blickwinkel der Globalisierung soll i.F. in zwei Werken von Autoren näher betrachtet werden, die für ihre regional verortete Literatur bekannt sind: Andreas Maier und Norbert Scheuer. Damit wird auch die Frage aufgeworfen, was der anhaltende Trend zur Regionalliteratur vor dem Hintergrund der Globalisierung bedeutet: Eskapismus, Begrenzung des Horizontes oder womöglich Fokussierung auf die Überschneidungen von Lokalem und Globalem?

1. Bullau. Versuch über Natur von Andreas Maier und Christine Büchner

Bereits der Untertitel liefert mit dem Wort „Versuch“ (frz.: essai) einen Verweis auf die Form. Der leitenden Fragestellung des Textes – Was ist Natur? – wird entsprechend der essayistischen Tradition eine strenge systematische Erörterung verweigert. Stattdessen dominieren ein aphoristischer, spielerisch-unsystematischer Zugang zum Thema sowie ein ironisch-heiterer Ton. Das subjektive Element ist besonders ausgeprägt, da die Reflexionen in Spaziergänge eingebunden sind, deren Orte und Routen in den Biographien...

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