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Beraten in Interaktion

Eine gesprächslinguistische Typologie des Beratens

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Edited By Ina Pick

Der Band vereint linguistische Analysen und Ergebnisse zum Beraten in verschiedensten Handlungsfeldern wie Medizin, Psychiatrie, Pflege, Recht, Schule und Hochschule, Weiterbildung, Coaching, Philosophische Praxis, Psychotherapie, Supervision, Soziale Arbeit, Gründung und Wirtschaft. Jedes Einzelkapitel bietet eine detaillierte Beschreibung eines Beratungsformates und seiner spezifischen sprachlich-kommunikativen Merkmale. Davon ausgehend wird eine gesprächslinguistische Typologie entwickelt, die den Facettenreichtum des Beratens anhand einer Merkmalsmatrix abbildet. Diese erlaubt, Typen von Beraten zu bestimmen, miteinander zu vergleichen und zu differenzieren. Damit liefert der Band auch wichtige theoretische und methodologische Impulse für gesprächslinguistische Typologisierungsansätze.

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Einführung in den Band (Ina Pick)

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Ina Pick

Einführung in den Band

Abstract: This chapter introduces the central concepts of counseling from a linguistic perspective. It then outlines characteristics that will serve to identify types of counseling throughout the chapters of the book. Finally, it gives an overview over the individual contributions in this volume and summarizes each chapter.

1. Beraten gesprächslinguistisch betrachtet

Beraten ist in aller Munde – im wahrsten Sinne des Wortes. Der Dienstleistungssektor, dem die beratenden Berufe angehören, ist in Deutschland ein Sektor, der in der Tendenz ein stetes Wachstum zeigt (Statistisches Bundesamt 2016). Beraten existiert in den verschiedensten Formen und Funktionen. Neben altbekannten und traditionsreichen Beratungsformaten wie der ärztlichen Beratung, der Rechtsberatung oder der Psychotherapie sprießen auch neue Formate aus dem Boden wie die philosophische Beratung oder das Coaching. Die neueren Formate1 durchlaufen zumeist noch ihre Etablierungsphasen, dennoch sind sie zum Teil bereits beliebt und nachgefragt. Diese Beliebtheit erkennt man nicht zuletzt auch daran, dass verschiedene Verbände um ihre Legitimierung und ihre Ausbildungen kämpfen. Einer fehlenden gemeinsamen Formierung oder Normierung mancher noch junger Formate zum Trotz werden sie im täglichen Gebrauch kommunikativ-interaktional vollzogen und entwickeln sich. Eine lange Tradition hat das Beraten in kommunikativ-interaktional mündlichen Formen, wenngleich auch mediales Beraten an Interesse gewinnt. Seine mündlichen Formen, die dieser Band zunächst fokussiert, lassen sich mit gesprächslinguistischen Methoden systematisch und detailliert analysieren.

Wohl nicht zuletzt aufgrund der Ubiquität von Beraten...

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