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Beraten in Interaktion

Eine gesprächslinguistische Typologie des Beratens

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Edited By Ina Pick

Der Band vereint linguistische Analysen und Ergebnisse zum Beraten in verschiedensten Handlungsfeldern wie Medizin, Psychiatrie, Pflege, Recht, Schule und Hochschule, Weiterbildung, Coaching, Philosophische Praxis, Psychotherapie, Supervision, Soziale Arbeit, Gründung und Wirtschaft. Jedes Einzelkapitel bietet eine detaillierte Beschreibung eines Beratungsformates und seiner spezifischen sprachlich-kommunikativen Merkmale. Davon ausgehend wird eine gesprächslinguistische Typologie entwickelt, die den Facettenreichtum des Beratens anhand einer Merkmalsmatrix abbildet. Diese erlaubt, Typen von Beraten zu bestimmen, miteinander zu vergleichen und zu differenzieren. Damit liefert der Band auch wichtige theoretische und methodologische Impulse für gesprächslinguistische Typologisierungsansätze.

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Pflege ist Kommunikation und die Basis für vielschichtige Beratungsmomente (Andreas Kocks / Tanja Segmüller / Angelika Zegelin)

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Andreas Kocks, Tanja Segmüller und Angelika Zegelin

Pflege ist Kommunikation und die Basis für vielschichtige Beratungsmomente

Abstract: After introductory remarks on the term ‘counseling’, an overview of its nursing relevant specification is given. On the basis of the national developments this chapter shows the relevance of counseling in nursing science and practice in Germany. Taking the development needs into account, we offer a summary and a final recommendation for nursing-related counseling in Germany.

1 Einleitung

Beratung ist im Gesundheitswesen nichts Neues, unterliegt aber durch die sich verändernden Rahmenbedingungen, Bedarfe und Herausforderungen in Fragen von Gesundheit, Krankheit und Gebrechen einer neuen, intensiven Beachtung (Faltermaier 2007). Gleichzeitig ist Beratung wie in vielen anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens von einer deutlichen Veränderung gekennzeichnet (Schaeffer/Schmidt-Kaehler 2012). Dies zeigt sich beispielsweise an der deutlichen Ausweitung der Informationen und deren Quellen, was nicht zwingend zu einer einfacheren Lösung von Herausforderungen oder Fragen führt, sondern viel eher einen individuellen Beratungsbedarf mit sich bringt. Der Pflegeberuf ist im Kern ein kommunikativer Beruf mit einem klaren Beratungsauftrag. Im Gesundheitswesen gibt es nur wenige Berufe, die so dicht und so kontinuierlich mit Patienten und Angehörigen zusammenarbeiten. Diese Nähe wie auch die Fülle der zu transportierenden Informationen bedingen viele Möglichkeiten der Interaktion als Basis einer Beratung. Beruflich Pflegende haben viele körperliche Handlungen an Kranken zu vollziehen: Einreibungen, Verbandswechsel, Körperpflege, Essen bereitstellen und vieles mehr. Gerade diese Nähe...

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