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Bildberichterstattung im 21. Jahrhundert

Das Recht am eigenen Bild bei Kriminalberichterstattungen Ein Rechtsvergleich zum US-amerikanischen Recht

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Kristin Eglinski

Dieses Buch untersucht Aspekte der Bildberichterstattung des 21. Jahrhunderts im deutschen und amerikanischen Recht aus einer vergleichenden Perspektive. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Recht am eigenen Bild in der Kriminalberichterstattung. Die Autorin stellt fest, welche Lösungen verschiedene Rechtssysteme für die Zulässigkeit von Kriminalberichterstattungen unter dem Gesichtspunkt der Wahrung der Grundrechte gefunden haben. Dazu führt sie konkrete Analysen von Fällen medialer Berichterstattung über Tatverdächtige und Straftäter durch. Der Rechtsvergleich kommt zu dem Ergebnis, dass in Deutschland Persönlichkeitsrecht mit Art. 5 Absatz 1 GG gleichwertig nebeneinanderstehen. Im US-amerikanischen Recht nimmt jedoch der First Amendment gegenüber dem Right of Privacy eine überragende Stellung ein.

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3. Teil: Zusammenfassung und Ergebnisse

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3.  Teil:  Zusammenfassung und Ergebnisse

A.  Rechtsvergleichende Untersuchung

§ 1  Überblick

Aufbauend auf die obigen Darstellungen soll ein Überblick über die wesentlichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der deutschen Rechtsfigur des „Rechts am eigenen Bild“ und dem US–amerikanischen „right of privacy“ erfolgen. Wenngleich sowohl der deutschen als auch der US–amerikanischen Rechtsordnung das Menschenbild eines freien und zur Selbstbestimmung fähigen Individuums zugrunde liegt, so wird dennoch ein Vergleich aufzeigen, dass insbesondere im zulässigen Umfang der Persönlichkeitsrechtseingriffe erhebliche Abweichungen bestehen. Während im US–amerikanischen Recht der Pressefreiheit eine überragende Stellung eingeräumt wird, steht im deutschen Recht der Versuch eines Ausgleichs zwischen der Pressefreiheit der Medien und dem Persönlichkeitsrecht des Einzelnen im Zentrum der Abwägung.

I.  Entwicklung

Parallelen zum deutschen Recht lassen sich bereits bezüglich des Zeitpunkts der Entwicklung des Persönlichkeitsrechts ziehen. Diese begannen sowohl in Deutschland als auch den USA zu Ende des 19. Jahrhunderts. Das Voranschreiten des technischen Fortschritts und die Weiterentwicklung der Fotografie ermöglichten es den Medien, ein größeres Publikum zu erreichen und den Einzelnen aus der Masse der Anonymität hervor zu heben. Darin ist der Hauptgrund zu sehen, warum die Entwicklung zu seinerzeit auf beiden Kontinenten parallel verlief. Sowohl die Entstehung des „Rechts am eignen Bild“ als auch die des „right of privacy“ geht auf zwei bedeutende Schriften zurück. Wie Keyßner mit seinem Aufsatz im Jahre 1896 das Gebilde des „Rechts...

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