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Theater als Dispositiv

Dysfunktion, Fiktion und Wissen in der Ordnung der Aufführung

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Edited By Lorenz Aggermann, Georg Döcker and Gerald Siegmund

Die Normen, Strategien und Regierungsformen des Theaters genauso kenntlich zu machen wie sein Ereignis, seinen Überschuss oder sein Scheitern – das ist die Herausforderung, die sich mit Michel Foucaults Dispositiv-Konzept für jede Betrachtung des Theaters stellt. Der Band «Theater als Dispositiv» versammelt Beiträge aus Philosophie, Soziologie, Theologie, Medien-, Film- und Theaterwissenschaft, die alle auf Foucault antworten, indem sie je unterschiedlich die Ordnung der Aufführung in ihrer historischen Dynamik, vor allem aber im Hinblick auf Dysfunktion, Fiktion und Wissen skizzieren. Das antike, das moderne und das zeitgenössische Theater finden darin ebenso ihren Auftritt wie die Illusion oder die Szenographie, Kleist und Kubrick, die Figur des Harlekins oder das Theater der Theorie.

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Dispositive im Notstand? Experimentelle Ensembles zwischen Theater und Wissenschaft (Alexander Jackob)

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Alexander Jackob

Dispositive im Notstand? Experimentelle Ensembles zwischen Theater und Wissenschaft

Abstract: This article takes Foucault’s definition of the dispositive as an answer of a state of emergency to discuss the new challenges for the current Humanities. It asks which new ensembles of knowledge can be generated in the Humanities using the experimental design, that is traditionally exclusively reserved fort he natural sciences, and how theatre especially in its quality as body art can intervene in experimental, digitalized ensembles of knowledge. Theatre cannot only be understood as an antagonist of biocybernetics, but as an integral part of an experimental ensemble whose heterogeneous elements are interlinked by digital information- and production technologies.

„Am anderen Ufer des Meeres, in der Gegend der Gerasener hauste vorzeiten ein Mensch mit einem unsauberen Geist, der seine Wohnung in den Grabhöhlen hatte. Niemand und nichts konnte ihn bändigen, auch Fesseln und Ketten nicht – er sprengte sie alle und brauchte keinen Pinel dazu. Als Jesus am anderen Ufer gelandet war, bat jener Mensch, ihn nicht zu quälen. Jesus aber zwang den Geist, Laut und Namen zu geben. Die Antwort: Legion heiße ich, denn unserer sind viele. Nur ein Begehren hatten die Geister – nicht vertrieben zu werden aus ihrer Gegend. Und weil am Berg daselbst eine große Herde Säue war, erlaubte er ihnen, in die Säue zu fahren. Da fuhren sie aus dem Menschen und stürzten den Abhang hinunter, bei...

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