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TextBewegung

Sprach- und Bewegungsaufgaben entwickeln, erproben und evaluieren

Series:

Kirsten Schindler and Alexandra L. Zepter

Dieses Lehrbuch stellt das Projektkonzept TextBewegung© vor und richtet sich an Sprachlehrende und Lehramtsstudierende, die einen medial vielfältigen Zugang zu Sprache und Text erproben wollen. Ein solcher Zugang spricht gleichermaßen Kognition, Sinne, Emotionen und Bewegung an und eignet sich damit für sprachlich heterogene und inklusive Lerngruppen.

Die Arbeit mit TextBewegung zielt auf den Aufbau von sprachlichen Kompetenzen und basalen Darstellungsfähigkeiten ab. Dafür entfaltet das Buch konkrete Anleitungen, wie Projekte entwickelt, erprobt und evaluiert werden. Die vorgestellten Aufgaben lassen sich einzeln oder als Gesamtprojekt umsetzen und sowohl für den Regelunterricht als auch für die Projektarbeit nutzen.

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4. Prozess- und Produktevaluation

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4.    Prozess- und Produktevaluation

In diesem Kapitel stellen wir – Marie Schoroth und Hannah Holtmann – unsere Erfahrungen mit der Durchführung und Evaluation des TextBewegungs-Konzepts vor. Sie basieren auf einem Studienprojekt, das wir im Rahmen unseres Lehramtsstudiums an der Universität zu Köln im Praxissemester des Masters an zwei Förderschulen mit dem Schwerpunkt ‚Hören und Kommunikation‘ durchgeführt haben. Vor diesem Hintergrund entstanden Vorschläge, wie man TextBewegungs-Projekte über unterschiedliche qualitative Zugriffe evaluieren kann. Die Evaluation des Konzeptes erscheint uns aus zwei Gründen wichtig. Zum einen können auf Schülerseite der Lernzuwachs und die Einstellung in Bezug auf das Konzept erfragt werden. Auf der anderen Seite bietet es den Lehrpersonen die Chance, sich selbst und das eigene Vorgehen zu evaluieren.

4.1    Ein Beispiel aus der Praxis

Unsere erste Umsetzung des TextBewegungs-Konzepts fand im Sommersemester 2015 an den Förderschulen Hören und Kommunikation in Düsseldorf und Krefeld statt. Bei den Klassen handelte es sich um eine zweite und um eine jahrgangsübergreifende dritte bis vierte Klasse. Die Kommunikation innerhalb der Klassen fand über die Lautsprache oder lautsprachlich-begleitende Gebärden statt. Alle Schülerinnen und Schüler zeigten aufgrund ihrer Hörschädigung sprachliche Defizite in unterschiedlicher Art und Weise, weshalb es notwendig war, die ursprüngliche Vorgehensweise der TextBewegung an die betreffenden Kompetenzen anzupassen. Neben Schülerinnen und Schülern mit dem Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation nahmen außerdem Lernende teil, die einen...

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