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Textsemantik des Antezedenten und semantische Funktion des Relativsatzes

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Manuel Kraus

Der Autor weist in seiner Analyse nach, dass die Textsemantik des Antezedenten die semantische Funktion des Relativsatzes bestimmt und sich erst daraus ableiten lässt, ob ein Relativsatz «identifizierend» oder «prädizierend» ist. Das Buch thematisiert darüber hinaus die Zusammenhänge zwischen der Morphosyntax des Relativsatzes und der semantischen Funktion des Relativsatzes. Hierbei analysiert der Autor die Kasus des Antezedenten und des Relativpronomens sowie die Kontakt- oder Distanzposition des Relativsatzes. Er stellt heraus, welche spezifischen Charakteristika für die Zwischenelemente vor dem Relativsatz bei Distanzposition sowie für die Restelemente nach dem Relativsatz bei Kontaktposition in Frage kommen.

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1. Semantische Funktion des Relativsatzes

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1. Semantische Funktion des Relativsatzes

Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht die semantische Funktion des Relativsatzes im Zusammenhang mit der Textsemantik des Antezedenten. Vorgeführt wird ein regelmäßiger Zusammenhang zwischen der semantischen Funktion des Relativsatzes und der Textsemantik des Antezedenten. Es gilt die These nachzuweisen, dass die Textsemantik des Antezedenten die semantische Funktion des Relativsatzes maßgeblich bestimmt. Die Ausnahmen dieser regelmäßigen Erkennung der semantischen Funktion des Relativsatzes lassen sich mit der Semantik des Artikels, der des Antezedentennomens und der Attribution zum Antezedenten erklären. Der Erläuterung der Terminologie „identifizierender“ und „prädizierender“ Relativsatz in Abschnitt 1.1. folgt in Abschnitt 1.2. eine kritische Auseinandersetzung mit den herkömmlichen Ansätzen in der Forschungsliteratur, um dann in Abschnitt 1.3. den Belang der Textsemantik des Antezedenten, „uneingeführter“ und „eingeführter“ Antezedent, zur Erkennung der semantischen Funktion des Relativsatzes, „identifizierender“ und „prädizierender“ Relativsatz, zu unterstreichen. Daraus lässt sich in Abschnitt 1.3.2. eine Faustregel zur Erkennung der semantischen Funktion von Relativsätzen, einem „uneingeführten“ Antezedenten folgt ein identifizierender Relativsatz und einem eingeführten ein prädizierender, aufstellen, wobei sich die regelwidrigen Fälle doch regelmäßig begründen lassen. Die Textsemantik des Antezedenten, die von der „Uneingeführtheit“ und „Eingeführtheit“ ausgeht, bedarf noch weiterhin in Bezug auf die semantischen Klassen des Antezedentennomens sowie die adjektivische Attribution zum Antezedenten hin einer präziseren formalen Untergliederung (Abschnitt 1.3.3.), die sich zur Erkennung der semantischen Funktion des Relativsatzes der Differenzierung „formale Indefinitheit“ und „Definitheit“ bedient. Der Bestimmung der...

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