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Medienlinguistik und interdisziplinäre Forschung II

Kontrastive Ansätze im medial geprägten Kontext

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Edited By Zofia Bilut-Homplewicz, Anna Hanus, Heinz-Helmut Lüger and Agnieszka Mac

Das Buch analysiert Medientextsorten aus unterschiedlichen kulturellen Bereichen. Die Autoren untersuchen Profilierungstechniken im medialen Diskurs, Skandalisierungsphänomene, Topoi in der Argumentation sowie kultur- und sprachspezifische Divergenzen. Medienkommunikation ist ein Untersuchungsgegenstand, der neben sprach- und medienwissenschaftlichen Zugängen immer auch die Einbeziehung weiterer Ansätze und Methoden erfordert. Die besondere Thematisierung interlingualer und interkultureller Vergleiche macht ein interdisziplinäres Vorgehen relevant.

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Journalistische Textsorten im Vergleich (Heinz-Helmut Lüger)

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Heinz-Helmut Lüger

(Universität Koblenz-Landau)

Journalistische Textsorten im Vergleich

Keywords: media discourse, newspaper genres, multi-level analysis, text organization, language of evaluation, audience design, persuasion potential

1. Text- und medienlinguistische Prioritäten

Auch das Themenspektrum des zweiten Bandes von Medienlinguistik und interdisziplinäre Forschung ist breitgefächert. Der Gedanke fachübergreifender Kooperation bleibt omnipräsent, die vorgelegten Analysen bestätigen und veranschaulichen, inwieweit und in welcher Weise die Medienlinguistik als „transdisziplinärer Brückenschlag“ im Sinne von Perrin (2006: 34) fungieren kann. Medienlinguistik beschäftigt sich naturgemäß zuallererst mit Sprache, aber eben nicht mit der Untersuchung von Sprache oder des Sprachgebrauchs allein. Gegenstand ist ebenso der durch mediale Bedingungen (der Tagespresse, des Rundfunks, des Fernsehens…) bestimmte Einsatz von Sprache, also die jeweilige textuelle Realisierung von Informations- oder Mitteilungsbedürfnissen in dem Zusammenhang. Darüber hinaus, und das gilt ganz besonders für neuere Medienentwicklungen, ist dem Umstand Rechnung zu tragen, daß heutige Medienbeiträge verstärkt auf verschiedene Zeichensysteme oder Kodes zurückgreifen, wobei besonders eine effektive visuelle Präsentation im Vordergrund steht:

Informationen werden durch eine geschickte Kombination von bildlichen, (typo-)graphischen und sprachlichen Elementen möglichst ansprechend und plakativ vermittelt.“ (Eckkrammer/Held 2006: 2)

Für die Medienlinguistik bedeutet das,

– die alleinige Beschäftigung mit den sprachlichen Anteilen von Medienbeiträgen aufzugeben und

– stattdessen den übrigen beteiligten Kodes mehr Aufmerksamkeit zu widmen und vor allem die Kombination und das Zusammenspiel der...

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