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Lehrer- und Unterrichtsforschung in der Literaturdidaktik

Konzepte und Projekte

Series:

Christian Dawidowski, Anna Rebecca Hoffmann and Angelika Ruth Stolle

Dieser Band setzt es sich zum Ziel, derzeit bestehende Forschungsansätze zur Lehrer- und Unterrichtsforschung in der Literaturdidaktik zu bündeln und zu diskutieren. Die präsentierten Studien und Vorhaben beziehen sich auf Vermittlungsprozesse im Unterricht und das Unterrichtshandeln, Selbstkonzepte von Lehrpersonen und Lernenden, Aspekte der Lehrerbildung und -ausbildung, Wissenskonstruktionen im Literaturunterricht, literarische Sozialisationsprozesse und ihre Auswirkungen im Unterricht, die Erforschung von Unterrichtskommunikation und die Dimensionierung von Unterrichtsqualität oder Methoden der Lehrer- und Unterrichtsforschung.

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Sequenzanalytische Unterrichtsrekonstruktion als literaturdidaktische Grundlagenforschung. Eine Fallanalyse zur literarischen Textschwierigkeit im Handlungsfeld Deutschunterricht (Torsten Pflugmacher)

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Torsten Pflugmacher

Sequenzanalytische Unterrichtsrekonstruktion als literaturdidaktische Grundlagenforschung.

Eine Fallanalyse zur literarischen Textschwierigkeit im Handlungsfeld Deutschunterricht und ihre Bedeutung für eine literaturpädagogisch- professionalisierende Lehrerausbildung

Abstract: The article advocates for a fundamental research in subject didactics of teaching literature. It aims for a research that reconstructs the interactive processes between teacher, students and the literary object with case studies. The sequential analysis of a short sequence shows how the teacher tries to establish the norm of accepted non-understanding in classroom interaction against the desire of the student not to make public his problems in understanding the poem.

In der Deutschdidaktik gibt es seit einigen Jahren eine zunehmend starke Lehrerforschung, welche insbesondere mit dem qualitativ-empirischen Verfahren der dokumentarischen Methode das Lehrerwissen zu ausgewählten Themen erschließt und typologisiert (exemplarisch: Wieser 2008; Scherf 2013; Lindow 2013). Ein blinder Fleck einer solchen Fokussierung ist allerdings, dass der Blick auf das „Kerngeschäft“ Unterricht gefiltert wird durch die subjektive Bedeutsamkeit für die interviewten Lehrpersonen. Dieser Filter wird mittlerweile teilweise ergänzt durch eine Schülerwissensforschung. Damit gewinnen wir Einblicke in die Schülerperspektive, die dem Forschenden wie den Lehrenden oft verschlossen bleibt, und können die eventuellen Kontraste zur Lehrendenperspektive produktiv für eine deutschdidaktische Theoriebildung nutzen. Darüber hinaus gibt es eine lange Tradition der Erforschung von Schülerschreibprodukten, aus denen z. B. Clemens Kammler Rückschlüsse auf Stufen in bestimmten Teilkompetenzbereichen (Symbolisierung, narrative Handlungslogik) ziehen kann (Kammler 2010). In solchen Forschungsprojekten...

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