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Neurolinguistik, Klinische Linguistik, Sprachpathologie

Michael Schecker zum 70. Geburtstag

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Edited By Carsten Kochler, Tanja Rinker and Eberhard Schulz

Neurolinguistik erforscht den Zusammenhang von Sprache und Gehirn. Dabei besonders aufschlussreich sind Verletzungen und Krankheiten des Gehirns und ihre Auswirkungen, so Sprachpathologien wie Aphasien (etwa nach Schlaganfall) oder Sprachabbau bei Demenzen, aber auch Entwicklungsstörungen wie zum Beispiel specific language impairment oder Autismus. Hier wird Neurolinguistik zur Klinischen Linguistik. Jetzt geht es allerdings – gerade mit Blick auf Diagnostik und Therapie – nicht mehr nur um Grundlagenfragen, sondern ganz generell um sprachliche Auffälligkeiten (auch etwa im Rahmen des Gesprächsverhaltens bei Epilepsien oder dissoziativen Anfällen oder Angst sowie bei bindungsgestörten Kindern). Der Band bietet einen Einblick in derzeit zentrale Forschungsfragen der Neurolinguistik.

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Überblick zur Symptomatik und zum Verlauf von Demenzerkrankungen (K. Schmidtke)

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K. Schmidtke (Offenburg-Gengenbach)

Überblick zur Symptomatik und zum Verlauf von Demenzerkrankungen

0. Summary

Keywords: The following is an overview of the standard knowledge and guidelines on Alzheimer’s disease. The author gives a brief overview of the disease pattern and then explains the course of the disease and the central cognitive disorders. Finally, the author present the standard views on therapeutic possibilities.

1. Das Krankheitsbild

„Demenz“ ist ein Oberbegriff für alle Zustände mit erworbener, dauerhafter Störung der geistigen Leistungsfähigkeit, die so ausgeprägt ist, dass der Kranke im Alltagsleben die Selbständigkeit verliert. Demenz ist ein sehr variables klinisches Syndrom, das durch eine Vielzahl von Erkrankungen hervorgerufen werden kann. Jede denkbare Schädigung des Gehirns führt zur Demenz, wenn nur genügend Nervenzellen zerstört oder funktionsunfähig werden. Die Mehrzahl aller Fälle von Demenz ist „degenerativ“, d. h. Schädigung und Verlust von Nervenzellen entstehen aus innerer Ursache – letztlich durch Störungen im Zellstoffwechsel. Wichtige degenerative Demenzformen sind die Alzheimer-Demenz (AD), die Frontotemporale Demenz (FTD, Morbus Pick), die Lewy-Körperchen-Demenz (LBD) und die Progressive Supranukleäre Parese (PSP).

Die AD ist bei weitem die häufigste degenerative Demenzerkrankung. Bei Betroffenen unter 65 Jahren macht sie gut die Hälfte der Fälle aus, im Alter steigt ihre absolute und relative Häufigkeit stark an. Von den über 95-jährigen Menschen leidet bereits etwa die Hälfte unter AD. In diesem Alter ist...

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