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Bildliteralität im Übergang von Literatur und Film

Eine interdisziplinäre Aufgabe und Chance kompetenzorientierter Fachdidaktik

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Henriette Hoppe, Claudia Vorst and Christian Weißenburger

Obwohl sich der Film als Gegenstand im Deutschunterricht etabliert hat, stellt sich die Frage nach Unterrichtskonzepten stetig neu. Dieser Sammelband thematisiert die permanente Veränderung der Inhalte, die im Kontext der Ausprägung von Visual Literacy zu betrachten sind, und fragt nach den Potenzialen, die neue Medien und Formate durch ihre vielfältigen Bild-Text-Bezüge bergen.

Die Beiträge beantworten diese Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven, von der Literaturdidaktik über die Filmwissenschaft bis hin zur Medienpädagogik. Der Band legt den Fokus auf die Verknüpfung von schulischer und außerschulischer Medienarbeit und diskutiert Anknüpfungsmöglichkeiten für den Deutschunterricht durch die außerschulische Medienarbeit im Kino oder an weiteren außerschulischen Lernorten sowie in anderen Fächern.

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Wahrnehmen, Wissen, Handeln – Bild, Kunst und Sprache im Prozess der allgemeinen Bildung (Klaus Ripper)

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Klaus Ripper

Wahrnehmen, Wissen, Handeln – Bild, Kunst und Sprache im Prozess der allgemeinen Bildung

Abstract: Based on narration as an anthropological dimension in relation to pictures and images, this essay explores the interface between image and language. Dealing in a practical way with images allows learning processes between pre-linguistic basal knowledge acquisitions, functionalistic semiotic strategies of interpretation and aesthetic interaction.

Der Mensch benutzt im Denken sein gesamtes akkumuliertes Wissen, um kognitive Leistungen – wie Abstraktionshandlungen der Begriffsbildung, des Schlussfolgerns oder der mentalen Modellbildung – zu erbringen. Die Bildung mentaler Modelle ist ein Prozess der Bewusstwerdung. Um jedoch mentale Modelle bilden zu können, muss der denkende Mensch über einen Grundstock an Weltwissen verfügen (vgl. Seel 1991, S. 119). Wissen ist also grundlegendes Weltwissen, gepaart mit Strategien der Modellbildung, um so zu Schlussfolgerungen zu gelangen (vgl. ebd., S. 196). Das Erklären der Welt in einem mentalen Modell setzt voraus, nicht nur über das entsprechende Weltwissen zu verfügen. Der Mensch muss auch in der Lage sein, sich sein Wissen von Welt zu vergegenwärtigen, es mittels geeigneter Symbolsysteme zu codieren. Das heißt, er muss über Mittel der Wissensrepräsentation verfügen, muss es ausdrücken können. Dabei zeigt sich, dass ikonische Darstellungsformen das Potenzial der Konkretisierung von Vorstellungen und gedanklichen Konstruktionen vergrößern (ebd., S. 204ff.).

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