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Eyetracking-Analyse des computergestützten Übersetzungsprozesses

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Anna Bonek

Für die Übersetzung von Rechtstexten ist der Vergleich der Rechtssysteme unabdingbar. Das Buch erläutert und vergleicht die übersetzungsrelevanten Aspekte des deutschen und polnischen Verwaltungsverfahrensrechts sowie der Rechtslehre beider Staaten. Den theoretischen Rahmen bildet dabei die Anthropozentrische Translatorik. Die Autorin untersucht mit Hilfe der Eyetracking-Analyse die kognitiven Prozesse während des Übersetzens. Sie rekonstruiert mit der Blickbewegungsmessung die kognitiven Prozesse der Versuchspersonen während des Übersetzens.

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3 Methoden und Ergebnisse eines analytischen „Zugangs“ zu Translationsprozessen

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In diesem Kapitel werden die Methoden des analytischen „Zugangs“ zu den Translationsprozessen58 besprochen und mit Anwendungsbeispielen belegt. Zuerst wird die untersuchungsbasierte Herangehensweise zur Erforschung kognitiver Prozesse während der Translation mittels der anthropozentrischen Translatorik dargelegt. Nachfolgend werden die verbreiteten Methoden der Erforschung der Translationskompetenz beschrieben. Diese enthalten die Methode des „Lauten Denkens“59, Retrospektion ohne und mit der Analyse des Translationsproduktes. Es folgen solche Methoden, wie Befragungen und Fragebögen, Schreib-Logging, Screen-Recording, Video- sowie Audioaufzeichnungen. Die Ergebnisse der Eyetracking-Untersuchungen, die für diese Arbeit von größter Bedeutung sind, folgen im Kapitel 4, genauer im Kapitel 4.2.

Andere Untersuchungsmethoden, z. B. „Lautes Denken“, sind für diese Arbeit nur insofern von Interesse, wenn sie Ergebnisse im Bereich des Übersetzungsprozesses liefern können. Diese Nicht-Eyetracking-Methoden liefern ebenfalls wertvolle Beobachtungen und ermöglichten, weitreichende Schlussfolgerungen zu ziehen. Solche Forschungsfragen, wie ein Vergleich von Translationskompetenzen bei Berufsübersetzern und Übersetzungsstudierenden, Änderung des Translationsmodus, Verhalten sowie Augenbewegungen während des Übersetzens, übersetzungsorientiertes Lesen in der Orientierungsphase, Erforschung von Translationspausen (eye-key span/ time lag) und Einfluss des Zeitdruckes auf den Übersetzungsprozess ermöglichen eine grundlegende Erforschung der Translationskompetenz. Ein dermaßen breites Spektrum der Untersuchungsmethoden ermöglicht, tiefere Einblicke in die Translationsprozessforschung und in die mentalen Prozesse zu gewinnen, sowie Aufschlüsse über die Größe des kognitiven60 Aufwands während der Translationsaufgaben zu liefern. ← 67 | 68 →

Im Mittelpunkt der Betrachtungen befindet sich die Translationskompetenz, die nach F. Grucza als eine „tief eingebettete, allgemeine menschliche Translationsfähigkeit“ (F. Grucza...

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