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Eyetracking-Analyse des computergestützten Übersetzungsprozesses

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Anna Bonek

Für die Übersetzung von Rechtstexten ist der Vergleich der Rechtssysteme unabdingbar. Das Buch erläutert und vergleicht die übersetzungsrelevanten Aspekte des deutschen und polnischen Verwaltungsverfahrensrechts sowie der Rechtslehre beider Staaten. Den theoretischen Rahmen bildet dabei die Anthropozentrische Translatorik. Die Autorin untersucht mit Hilfe der Eyetracking-Analyse die kognitiven Prozesse während des Übersetzens. Sie rekonstruiert mit der Blickbewegungsmessung die kognitiven Prozesse der Versuchspersonen während des Übersetzens.

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6 Ergebnisse der Befragung

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Nach der Anfertigung der Übersetzung wurden die retrospektiven Kommentare der Versuchspersonen bezüglich des Übersetzungsprozesses gesammelt. Das Ziel dieses Arbeitsteils bestand in der Überprüfung, welche persönliche Einstellung die Versuchspersonen zum Ausgangstext hatten, und mit welchen Übersetzungsschwierigkeiten im Rahmen des Ausgangs- oder des Zieltextes sich die Versuchspersonen auseinandersetzen mussten und wie sie die Verständnis- oder Produktionsprobleme gelöst haben. Mit dieser Methode kann die Frage beantwortet werden, welche Textfragmente für die Studierenden der Übersetzungswissenschaft beim Übersetzen eines solchen Texttyps wie ein Verwaltungsakt besondere Schwierigkeiten bereiten können. Die Antworten der Versuchspersonen sind insbesondere im Hinblick auf die Ergebnisse der Eyetracking-Analyse insofern von großem Interesse, als die für Versuchspersonen problematischen Textäußerungen in der Fixationsdauer oder in der Fixationszahl ihren Niederschlag finden. Die Ergebnisse des Fragebogens können außerdem „Einblicke“ in die kognitiven Prozesse geben, die mittels der Fixationsdauer und der Fixationszahl aufgedeckt werden könnten. Die von Versuchspersonen angegebenen problematischen Ausdrücke werden mit den Ergebnissen der Eyetracking-Untersuchung zusammengestellt und verglichen. In dieser Art und Weise wird es möglich sein, tiefere „Einblicke“ in den Übersetzungsprozess zu erlangen und ihn gründlicher zu erforschen.

Die retrospektiven Kommentare wurden in vorherigen Analysen des Übersetzungsprozesses mit Translog C. Griebel (2013) sowie des Blattdolmetschens J. Żmudzki (2015) verwendet. Darüber hinaus hat S. Göpferich (2008) in ihren Untersuchungen ebenfalls Fragebögen angewendet. Methodentriangulation wird im Rahmen der in dieser Arbeit dargestellten Literatur dringend empfohlen; nur selten stützen sich die Forscher...

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