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Datenschutz in sozialen Netzwerken in Europa, Deutschland und Chile

Eine rechtsvergleichende Untersuchung zum europäischen, deutschen und chilenischen Recht

Series:

Pablo Palma Calderón

Der Autor untersucht, ob geltendes Recht in Europa, Deutschland und Chile personenbezogene Daten in sozialen Netzwerken hinreichend vor Missbrauch schützt. Hierbei widmet er sich vertieft dem Vergleich deutscher und europäischer Regelungen mit der Rechtslage in Chile, zwei sehr unterschiedlichen Rechtsordnungen und technologisch komplizierten Sachverhalten. Der Fokus des Buches liegt auf der Untersuchung des Datenschutzes speziell in sozialen Netzwerken und auf der Beleuchtung der internationalen Dimension dieses Phänomens. So leistet der Autor einen rechtswissenschaftlichen Beitrag mit grenzüberschreitendem Blickwinkel zu dem Thema Datenschutz.

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Zweites Kapitel: Soziale Netzwerke

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Zweites Kapitel: Soziale Netzwerke

Aristoteles hat bereits im Jahr 400 v. Chr. den Menschen als ein Wesen beschrieben, welches ein elementares Bedürfnis hat, die Gemeinschaft mit anderen Menschen zu suchen und zu bilden.38 Das soziale Netzwerk eines Menschen besteht demnach von jeher in einer festen Einbindung in soziale Gefüge wie Familie, Verwandtschaft, Freundschaften sowie lokale Gemeinschaften (Kirche, Vereine etc.), in die er zumindest teilweise unfreiwillig hinein geboren wird bzw. in denen er Beziehungen auf ähnlichen Interessen gründet.39 Diese traditionellen Formen von Gemeinschaft umfassen in der Regel eine kleine Anzahl von Mitgliedern und setzen die physische Präsenz, die örtliche Nähe und die persönliche Kommunikation ihrer Mitglieder voraus. Mit der Entwicklung des Internets wurden die traditionellen Formen von menschlichen Gemeinschaften in eine neue Dimension gehoben.40 Die zunehmende Expansion des Internets, innovative Technologien und eine veränderte Nutzung des Internets haben die Art der Kontaktaufnahme im Zeitablauf grundlegend verändert. Noch nie war es für Personen so einfach, im Internet aktiv zu werden und sich untereinander weltweit zu vernetzen, wobei sog. soziale Netzwerke wie bspw. Facebook41, Google Plus42 oder Xing43 dabei die bekannteste Methode darstellen.44

A.  Begriffsdefinitionen und thematische Eingrenzung

Da in diesem Kapitel der Aufbau, die Funktionsweise, das Geschäftsmodell und die rechtlichen Risiken sozialer Netzwerke im Internet erläutert werden, ist es vorab erforderlich, den Ursprung des Begriffs „soziale Netzwerke“ aufzuzeigen, die einzelnen Begriffe voneinander abzugrenzen und eine für diese Arbeit gültige Definition festzulegen.

I.  Soziale Netzwerke

Der Begriff „soziales Netzwerk“, der heute vorrangig für soziale Online-Netzwerke (soziale Netzwerke im Internet) verwendet wird, hat seinen Ursprung in der Sozialwissenschaft und bezeichnet Interaktionsverbindungen, die auf persönlichen Kontakten aufbauen.45 Ein soziales Netzwerk könnte man definieren als „die ← 9 | 10 → Gesamtheit der sozialen Beziehungen einer Person […], gängiger Weise unterteilt in Familienbeziehungen, Beziehungen zur Verwandtschaft, zu Nachbarn, Freunden, Bekannten und eventuell Arbeitskollegen“46, wobei der Fokus auf das Individuum im Mittelpunkt der Beziehungen steht, d.h., jedes Mitglied eines sozialen Netzwerkes bildet das Zentrum und den Ausgangspunkt seines persönlichen Netzwerkes.47 Georg Simmel, Vorreiter der soziologischen Netzwerkanalyse, hat soziale Netzwerke als „Geometrie sozialer Beziehungen“48 bezeichnet. Darunter versteht man in der Soziologie ein Set von Akteuren (Knoten) und deren Verbindungen zueinander, oder man könnte sagen ein Geflecht von Beziehungen zwischen einer Vielzahl von Akteuren (Knoten) in Bezug auf Menschen oder Institutionen mit unterschiedlichem Stärkegrad.49 Anders ausgedrückt ist ein soziales Netzwerk ein „personenbezogenes Beziehungsgeflecht, welches auf einem gemeinsamen Basisinteresse beruht und durch aktuelle Anlässe aktiviert und sichtbar wird.“50

In den 60er Jahren stellte der amerikanische Sozialpsychologe Stanley Milgram die Theorie auf, dass Menschen miteinander über sechs Kontaktpunkte verbunden sind, nachdem er ein Experiment, das als „small world phenomenon“ bekannt ist, durchgeführt hatte. In seinem Experiment verschickte Milgram Briefe an unbekannte, zufällig ausgewählte Personen in verschiedenen US-Bundesstaaten und bat die Empfänger seine Briefe an einen Freund in Boston weiterzuleiten, ohne den Namen seines Freundes zu erwähnen. Die Briefe erreichten seinen Freund in Boston nach durchschnittlich 4,6 bis 6,1 Kontakten.51 Seitdem wurden weitere Experimente durchgeführt, die diese Theorie bestätigten,52 so bspw. eine Studie eines amerikanisch-italienischen Forscherteams aus dem Jahr 2011.53 Die Forscher untersuchten mit Hilfe von Software und Algorithmen die Verbindungen aller Mitglieder des sozialen Netzwerks Facebook und stellten fest, dass die durchschnittliche Entfernung zwischen zwei unbekannten Mitgliedern bei 4,74 Kontakten lag.54 Die Ergebnisse zeigen, dass soziale Netzwerke erfolgreich zur Unterstützung des Aufbaus menschlicher Beziehungen dienen können.55 ← 10 | 11 →

Bei der Beschreibung sozialer Netzwerke spielen soziale Beziehungen eine entscheidende Rolle, wobei die Beziehung zwischen den Akteuren (Knoten) von unterschiedlicher Stärke sein kann. Nach dem Soziologen Mark Granovetter wird zwischen starken Beziehungen (engl. strong ties) und schwachen Beziehungen (engl. weak ties) unterschieden. Es geht dabei um die Häufigkeit und Intensität der Beziehung.56 Ob eine Beziehung stark oder schwach ist, hängt demnach davon ab, wie viel Zeit die Personen miteinander verbringen, wie emotional und intim die Beziehung und wie stark die gegenseitige Unterstützung ist.57 Personen mit starken Bindungen ähneln sich i.d.R. in soziodemografischen Merkmalen (Bildung, soziale Schicht etc.) und verfügen über einen gleichen Informationsstand bzw. besitzen ähnliche Gedanken und Einstellungen. Personen mit schwachen Bindungen hingegen haben ein distanziertes Verhältnis, hierbei handelt es sich um flüchtige Bekanntschaften.58 Für den Informationsfluss und die Innovation sind die schwachen Bindungen von entscheidender Bedeutung, da nur durch diese Bindungen neue Informationen in ein Netzwerk gelangen, indem sie die einzelnen Gruppen bzw. Netzwerke verbinden.59

Darüber hinaus existiert in einem sozialen Netzwerk keine hierarchische Organisation. „Charakteristisch für Netzwerke ist die relative Gleichrangigkeit und Autonomie der Akteure, die untereinander eher nonhierarchische Beziehungen eingehen und im Vertrauen miteinander kooperieren.“60

Der Begriff „soziale Netzwerke“ steht regelmäßig im Blick weiterer verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen wie bspw. der Psychologie, Ökonomie, Kommunikationswissenschaft und Systemtheorie.61 Diese Bereiche sollen in dieser Arbeit nicht weiter berücksichtigt werden.

II.  Soziale Netzwerke im Internet

Überall dort, wo kommuniziert wird, entstehen soziale Verbindungen bzw. Netzwerke. Dies gilt auch für das Internet.62 Erst jedoch durch die Nutzung der sog. „Social Software“ kann ein soziales Netzwerk durch entsprechende Plattformen im Internet abgebildet werden. Social Software umfasst onlinebasierte Anwendungen, die die Kommunikation und den Informationsaustausch mit dem Ziel der Vereinfachung des Beziehungsaufbaus und der Beziehungspflege der Nutzer untereinander unterstützen.63 Die Anwendungen zeichnen sich dadurch aus, dass sie durch ← 11 | 12 → Selbstorganisation der Nutzer funktionieren.64 Sie sind von solchen Anwendungen abzugrenzen, die das Internet als reines Transaktionsmedium nutzen, d.h. zur Interaktion mit dem Computer z. B. durch den elektronischen Verkauf über einen E-Shop65 oder durch den interpersonalen Austausch via E-Mail (engl. electronic mail).66 Anders ausgedrückt beruht Social Software auf dem gemeinschaftlichen Ansatz von Zusammenarbeit, Interaktion und Kommunikation und unterstützt den Austausch von Informationen, den Aufbau von Beziehungen und die Kommunikation in einem sozialen Kontext. Social Software dient primär dazu, den Kontakt zwischen Menschen im Internet zu ermöglichen, wobei im Mittelpunkt immer menschliche Bedürfnisse stehen.67

Für soziale Netzwerke im Internet gibt es in der wissenschaftlichen Literatur bisher noch keine allgemein akzeptierte Begriffsdefinition, jedoch existiert eine Vielzahl an Bezeichnungen wie Online Community, Virtual Community, Digital Social Network, Online Social Network oder Social Network, die diesen Begriff zum Ausdruck bringen.68 Eine Abgrenzung zu diesen Bezeichnungen erfolgt im weiteren Verlauf dieser Arbeit.69 In der vorliegenden Arbeit soll ausschließlich der Begriff des „sozialen Netzwerks“ bzw. des „sozialen Netzwerks im Internet“ Anwendung finden.

Weitestgehend anerkannt ist die Auffassung, dass soziale Netzwerke „eine besondere Form von Gemeinschaft sind, bei denen die Interaktion und Kommunikation der Akteure durch eine technische Plattform und die Infrastruktur des Internets unterstützt wird. Verbindendes Element ist dabei ein gemeinsames Ziel, Interesse oder Bedürfnis, das auch ohne die unmittelbare physische Präsenz ein Gemeinschaftsgefühl der Akteure ermöglicht“70.

Nach einer Definition der beiden Autoren Danah M. Boyd und Nicole B. Ellison in ihrem Werk „Social Network Sites: Definition, History, and Scholarship“ sind soziale Netzwerke onlinebasierte Plattformen, die es ihren Benutzern ermöglichen „(1.) ein öffentliches oder halb-öffentliches Profil innerhalb der Plattform zu erstellen, (2.) eine Liste von anderen Nutzern des Systems, mit denen eine Beziehung besteht, anzulegen und (3.) das persönliche Netzwerk eines Nutzers über diese Listen zu erkunden.“71 ← 12 | 13 →

In Anlehnung an diese Definition werden soziale Netzwerke im Rahmen dieser Arbeit durch folgende drei Merkmale charakterisiert:

  1. Möglichkeit der Erstellung einer Profilseite (öffentlich oder teilweise öffentlich).
  2. Möglichkeit der Erstellung einer Kontaktliste (öffentlich oder teilweise öffentlich), mit denen der Nutzer im Netzwerk verbunden ist.
  3. Möglichkeit, die eigene Kontaktliste im Netzwerk zu veröffentlichen und diese nach weiteren Kontakten zu durchsuchen. Durch die verlinkten Kontakte der eigenen Kontakte können somit wiederum neue Bekanntschaften entstehen.72

Weiterhin kann die im vorangegangenen Punkt I. aufgezeigte Definition für den Begriff „soziales Netzwerk“ ebenso auf soziale Netzwerke im Internet übertragen werden.

III.  Abgrenzungen

Wie weiter oben bereits aufgeführt, existieren zahlreiche Bezeichnungen für soziale Netzwerke im Internet. Die Begriffe Digital Social Network, Online Social Network oder Social Network sind das englische Pendant zu sozialen Netzwerken im Internet und bedürfen keiner weiteren Erklärung. Hingegen finden sich in der Literatur zu den Begriffen Online Community und Virtual Community (im Folgenden nur „Community“) unterschiedliche Definitionen. Eine der ersten Definitionen beschreibt eine Community als „soziale Zusammenschlüsse, die dann im Netz entstehen, wenn genug Leute diese öffentlichen Diskussionen lange genug führen und dabei ihre Gefühle einbringen, so dass im Cyberspace ein Geflecht persönlicher Beziehungen entsteht“73. Weitere Definitionen in der Literatur stimmen darüber ein, dass sich ein soziales Netzwerk im Internet grundsätzlich von einer Community in bestimmten Merkmalen unterscheidet.

Abbildung 1 soll dies verdeutlichen.

Abb.1: Vergleich „soziales Netzwerk“ mit „Community“

  Soziales NetzwerkCommunity
MotivationVernetzungDiskussion
FokusIndividuumGruppe
Soziale Beziehungen Non-hierarchischHierarchisch

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Mörl/ Groß, 2008, S. 48 f. ← 13 | 14 →

Hauptmotivation für die Nutzung einer Community ist die Diskussion und der Informationsaustausch über ein spezielles Thema.74 Bei sozialen Netzwerken hingegen steht die Vernetzung mit Kontakten im Mittelpunkt. Es besteht jedoch auch in sozialen Netzwerken die Möglichkeit, sich als Nutzer an Diskussionen zu beteiligen z. B. durch das Erstellen einer „Gruppe“. Hier können Beiträge verfasst und kann mit unbekannten Personen kommuniziert werden.75

Bei sozialen Netzwerken liegt der Fokus auf dem Individuum, d.h. dem Aufbau und der Pflege von sozialen Beziehungen. Bei einer Community hingegen steht der Austausch von Inhalten und Wissen im Vordergrund und das hieraus resultierende Herausbilden eines Zusammengehörigkeitsgefühls zwischen den Mitgliedern.76 Die Informationsgewinnung hat hier einen größeren Stellenwert als der Aufbau von sozialen Beziehungen. Darüber hinaus unterscheiden sich beide Anwendungen auch in der Art der Beziehungen der Nutzer untereinander. In sozialen Netzwerken können die Beziehungen untereinander sowohl real als auch virtuell sein. Die realen Beziehungen werden durch soziale Netzwerke unterstützt, können diese aber nicht ersetzen.77 Jeder Nutzer ist ein gleichberechtigtes Mitglied eines sozialen Netzwerkes in einer non-hierarchischen Struktur unabhängig von seiner Mitgliedschaftsdauer oder Aktivität.78 Communities zeichnen sich durch starke inhaltliche Bindungen aus, die ein starkes Gemeinschaftsgefühl erzeugen.79 Die Beziehungen sind primär virtuell und es herrscht eine stark hierarchische Struktur, da dort den Nutzern je nach Grad ihrer Nutzungsdauer oder der Häufigkeit ihrer Beiträge mehr Rechte als anderen Nutzern zugewiesen werden.80

Es zeigt sich, dass eine synonyme Verwendung der Begriffe „Community“ und „soziales Netzwerk“ nicht widersprüchlich, jedoch missverständlich ist, da eine trennscharfe Abgrenzung nicht in jeder Hinsicht möglich ist. Eine Community muss eher als Teilbereich eines sozialen Netzwerkes verstanden werden.81

B.  Historische Entwicklung

Wie bereits erläutert, wurden mit der Entwicklung des Internets die traditionellen Formen von menschlichen Gemeinschaften in eine neue Dimension gehoben.

Als direkter Vorgänger des heutigen Internets gilt das sogenannte ARPANET82 (engl. Advanced Research Projects Agency Network), über das 1971 die weltweit ← 14 | 15 → erste E-Mail versandt wurde83 und welches den Weg frei machte für die ersten E-Mail-Diskussionsgruppen bzw. Mailinglisten, die zu den Ursprüngen sozialer Netzwerke zählen z. B. die SF-LOVERS84. Mit dem USENET85 (engl. Unix User Network) erschien im Jahr 1979 das erste freie und offene Netzwerk als Alternative zum ARPANET. USENET fungierte als ein virtuelles Forum, in dem jeder Beiträge lesen und selber schreiben konnte.86

Im Jahr 1980 ermöglichte das Internet Relay Chat Protokoll die synchrone Kommunikation87. Es trat in Konkurrenz zum Telefon und wird bei Chat-Plattformen eingesetzt.88 Als das erste nennenswerte soziale Netzwerk im Internet gilt das im Jahr 1997 in den USA gegründete SixDegrees. Dieses ermöglichte bereits die Erstellung einer eigenen Profilseite und die Erstellung von Freundeslisten, die von anderen Nutzern des Netzwerkes angesehen werden konnten.89 Es etablierten sich weitere verschiedene soziale Netzwerke, z. B. AsianAvenue.com90, Black-Planet.com91, MiGente.com92 oder LiveJournal.com93, die verschiedene technische Funktionen, wie die Erstellung von Profilen, Freundschaftslisten oder Gästebüchern ermöglichten. Mit Ryze.com94 entstand 2001 in den USA das erste soziale Netzwerk im Internet für Geschäftskontakte (engl. Business Network) als Vorläufer für das spätere LinkedIn95 und das in Deutschland gegründete Xing96, bei denen der Aufbau und die Pflege von geschäftlichen Kontakten unterstützt werden. Im Jahr 2004 gründete der amerikanische Student Mark Zuckerberg Facebook, das bis heute größte und bekannteste soziale Netzwerk im Internet.97 Im Unterschied etwa zu Facebook beschränkt das im ← 15 | 16 → Jahr 2011 in den USA gegründete Netzwerk Snapchat mit etwa einhundert Millionen aktiven Nutzern täglich98 die Nutzung über die App99 und ermöglicht das Hochladen von Fotos und Videos, die zeitlich begrenzt abrufbar sind.

Abbildung 2 zeigt einen Überblick über die Gründungsdaten ausgewählter sozialer Netzwerke im Zeitraum 1997 bis 2012.

Abb.2: Auszüge von Gründungen sozialer Netzwerke im Zeitraum 1997–2012

image1

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Boyd/ Ellison, 2007, abrufbar unter http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1083-6101.2007.00393.x/full (zuletzt abgerufen am 27.03.2017).

Erst in den letzten Jahren haben soziale Netzwerke deutlich an Aufmerksamkeit gewonnen, was primär im veränderten Nutzungsverhalten im Zeitalter des Web 2.0 begründet ist. So hat laut einer Studie des BITKOM die Nutzung sozialer Netzwerke in Deutschland ihren Höhepunkt bereits erreicht, denn etwa 78 Prozent der deutschen Internetnutzer sind in mindestens einem sozialen Netzwerk angemeldet.100

C.  Aufbau und Funktionsweise sozialer Netzwerke

Das Konzept sozialer Netzwerke funktioniert bei aller Unterschiedlichkeit in der Ausgestaltung nach dem Schneeballsystem: Soziale Netzwerke ermöglichen eine Vernetzung mit einer nahezu unbegrenzten Anzahl an Kontakten, die in die Hunderte oder Tausende gehen können.101 Mobile und ortsungebundene Kommunikationsmöglichkeiten (z. B. durch Notebooks, Mobiltelefone, Tabletcomputer) gestatten dabei die Pflege dieser Kontakte bei geringem Zeitaufwand.102 Nutzer sozialer ← 16 | 17 → Netzwerke agieren sowohl als Informationsgeber als auch als Informationsempfänger.103 Neben der reinen Kommunikation bieten soziale Netzwerke eine Reihe weiterer Funktionen z. B. das Bewerten von Inhalten und Markieren von Personen auf Bildern.

Als Grundvoraussetzung für die Nutzung eines sozialen Netzwerks muss eine Registrierung, die aus Eigeninitiative oder durch Einladung eines bereits bestehenden Mitglieds erfolgen kann, durchgeführt werden. Mindestanforderung bei einer Registrierung sind die Angabe des vollständigen Namens bzw. eines Pseudonyms, eine E-Mail-Adresse, ein Passwort und die Zustimmung zu den Nutzungsbedingungen des Anbieters. Nach der Registrierung erfolgt die Erstellung eines persönlichen Profils, wobei neben Kontaktdaten (z. B. Name und Adresse) auch soziodemographische Daten (z. B. Geburtsdatum, Geschlecht, Familienstand) angegeben werden können.104 Darüber hinaus liegt es im Ermessen des Nutzers auf seiner Profilseite noch weitere persönliche Informationen wie Hobbys, Interessen und Bilder anzugeben.105 Diese Profilseite muss nicht zwingend der realen Identität des Mitglieds entsprechen, sondern kann auch eine komplett erfundene Identität darstellen. Laut einer Studie zur Selbstdarstellung und sozialer Wahrnehmung in Online Social Networks dienen jedoch viele Profilseiten dazu, die eigene Identität darzustellen und so mit anderen Nutzern zu kommunizieren.106 Unter Identität ist die Übereinstimmung personenbezogener Daten mit einer natürlichen Person zu verstehen.107

Um in Kontakt mit anderen Nutzern des sozialen Netzwerks zu treten, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum einen kann ein Nutzer die Suchfunktion des sozialen Netzwerks nutzen und bspw. nach Nutzern mit ähnlichen Interessen, Vorlieben oder demselben Wohnort suchen. Sobald der Nutzer einen anderen Nutzer findet, dessen Profil sein Interesse weckt, kann er diesem Nutzer eine Beziehungsanfrage senden. Wenn der Empfänger die Anfrage akzeptiert, wird eine neue Beziehung durch das System offiziell legitimiert.108 Auch durch die Teilnahme an „Gruppen“, in denen sich Nutzer mit gleichen Interessen zusammenschließen, können weitere Kontakte entstehen.109 Weiterhin gibt es die Möglichkeit durch einen Datenimport aus anderen Netzwerken oder dem E-Mail-Konto Kontakte zu knüpfen. Hierbei durchsucht das soziale Netzwerk z. B. das eigene E-Mail-Konto nach E-Mail-Adressen und prüft, ob diese schon Mitglieder des sozialen Netzwerks sind. Bei bestehender Mitgliedschaft weist das soziale Netzwerk darauf hin und erleichtert die Kontaktknüpfung.110 ← 17 | 18 →

Für eine bessere Übersicht und Verwaltung der Kontakte bieten soziale Netzwerke Adressbücher bzw. Kontaktlisten an. Diese können anderen Nutzern öffentlich gemacht werden, so dass diese wiederum auf einfachem Wege neue Kontakte schließen können. Auf diese Art und Weise können sich Interessengruppen bilden und in kurzer Zeit kann ein persönliches Netzwerk mit nahezu unbegrenzten Kontakten entstehen.111

Des Weiteren bieten soziale Netzwerke die Möglichkeit zum Austausch von Medien (z. B. Bilder, Videos, Links, etc.), zum Organisieren von Ereignissen (z. B. Veranstaltungen, Feiern, etc.), sowie weitere Kommunikationswege (z. B. Kommentare, Nachrichten schreiben, Bewertungen, Befragungen, etc.), und Interaktionsmöglichkeiten (z. B. Spiele), die primär dem Aufbau sozialer Kontakte dienen und den Nutzer an das soziale Netzwerk binden sollen.112

Es gibt eine Vielzahl an sozialen Netzwerken, die sich grundsätzlich darin unterscheiden, ob sie eine unbestimmte Gruppe von Internetnutzern oder eine spezielle Zielgruppe ansprechen. Facebook ist ein Beispiel für ein soziales Netzwerk, das auf eine unbestimmte Gruppe ausgerichtet ist, da sowohl private Personen als auch Unternehmen zu den Mitgliedern zählen.113

Daneben gibt es soziale Netzwerke, die sich an spezielle Zielgruppen mit einem spezifischen Interesse wenden, z. B. Netzwerke zur Partnervermittlung (z. B. Match.com114, eDarling115, Parship116), Netzwerke zum Aufbau und zur Pflege von geschäftlichen Beziehungen (z. B. Xing, LinkedIn, Come United117) und Netzwerke zum Austausch über gleiche Interessen oder Themen (z. B. RunKeeper118, MySpace119).120

Soziale Netzwerke lassen sich außerdem danach differenzieren, ob es sich um offene oder geschlossene Netzwerke handelt.

Ein offenes Netzwerk (z. B. Google Plus, Facebook) steht allen registrierten Nutzern im Internet offen und unterliegt keinen Zugangsbeschränkungen.121 So lautet das Motto von Facebook: „Facebook ermöglicht es dir, mit den Menschen in deinem Leben in Verbindung zu treten und Inhalte mit diesen zu teilen“122. ← 18 | 19 →

Ein geschlossenes Netzwerk hingegen ist i.d.R. nur für einen bestimmten Personenkreis zugänglich (z. B. asmallworld123).124 Nutzer erhalten hierbei nur über eine Einladung eines bestehenden Mitglieds Zugang. Beiden ist gemein, dass sie keine einfache für jede Person frei zugängliche und einsehbare Webseite sind, da in jedem Fall eine Registrierung notwendig ist. Der Benutzerkreis sozialer Netzwerke kann daher nicht mit dem des offenen Internets gleichgestellt werden.125

Darüber hinaus lassen sich soziale Netzwerke darin unterscheiden, ob sie für die Teilnahme Benutzungsgebühren erheben.126 Dies wird von allen sozialen Netzwerken unterschiedlich gehandhabt. Grundsätzlich lässt sich jedoch feststellen, dass die derzeit bekanntesten Netzwerke ihre Leistung unentgeltlich anbieten (z. B. Facebook, Google Plus). Einige soziale Netzwerke (z. B. Xing, LinkedIn) verlangen auch nur für Zusatzdienste, die über eine Basisfunktion (z. B. Anlegen eines Profils) hinausgehen, Nutzungsgebühren.127

D.  Geschäftsmodell

Soziale Netzwerke, die ihren Nutzern ihre Dienstleistungen kostenlos zur Verfügung stellen, müssen als wirtschaftlich agierende Unternehmen Umsatz generieren, um sich finanzieren zu können. Dieser Umsatz wird zu einem großen Teil durch Werbung erzielt.128 Dabei bietet der Anbieter des sozialen Netzwerks Werbeflächen auf seiner Plattform zum Verkauf an.129 Eine zielgenau auf den einzelnen Nutzer zugeschnittene Werbung (sog. Behavioural Advertising) ist für die Anbieter und Werbekunden von besonderem Interesse, da sie durch die Verringerung von Streuverlusten effektiver ausgesteuert werden kann.130 Für diese sog. personalisierte Werbung sind Informationen über die Nutzer wie Geschlecht, Wohnort, Alter, Hobbys etc. nötig, die das soziale Netzwerk im Rahmen der Nutzerprofile naturgemäß mit sich bringen. Darüber hinaus erstellen soziale Netzwerke sog. Nutzerprofile, um Werbung in Abhängigkeit vom Nutzerverhalten auszusteuern.131 Je differenzierter das Niveau der personenbezogenen Daten ist, desto gewinnbringender können Werbeflächen ← 19 | 20 → verkauft werden.132 Es liegt also im Interesse eines sozialen Netzwerkanbieters zum einen, so viele Nutzer wie möglich und zum anderen so präzise Daten wie möglich zu erhalten. Im Umkehrschluss finanzieren die Nutzer die sozialen Netzwerke mit der kostenlosen Preisgabe ihrer Daten.133

Neben der Werbung gibt es weitere Erlösquellen (z. B. Gebühren), welche für das in dieser Arbeit zu untersuchende Thema Schutz und Missbrauch von personenbezogenen Daten nicht relevant sind.

E.  Rechtliche Risiken

Die Möglichkeit für Personen über soziale Netzwerke schnell und einfach mit einer nahezu unbegrenzten Anzahl an Kontakten zu kommunizieren und eine Vielzahl an persönlichen Daten auszutauschen, kann Gefahren für die Persönlichkeitsrechte der Nutzer darstellen und stellt den Datenschutz auf der ganzen Welt vor große Herausforderungen. Es gibt keine weltweit einheitlichen Konzeptionen des Datenschutzes, vielmehr hat jedes Land seine eigenen Regelungen.134 So bestehen bereits zwischen den Datenschutzkonzeptionen der USA und Europa grundlegende Unterschiede. Dies führt vor dem Hintergrund, dass viele Anbieter sozialer Netzwerke ihren Sitz in den USA haben, zu Konflikten zwischen den USA und der EU.135 Südamerikanische Staaten wie Argentinien und Uruguay folgen wiederum den Datenschutzvorschriften der EU,136 Chiles Datenschutzvorschriften hingegen weichen von diesen ab.137

Aufgrund der weltweiten Verfügbarkeit ihrer Dienste sind Anbieter sozialer Netzwerke nicht nur mit den Datenschutzvorschriften ihres Sitzlandes konfrontiert. Bei grenzüberschreitenden Datenschutzfällen kommt es daher immer wieder zu Konflikten und Unsicherheiten, sowohl für die Anbieter als auch für die Nutzer.

Die starke Zunahme an Nutzerzahlen in sozialen Netzwerken zeigt, dass Menschen das Bedürfnis haben, mit anderen Menschen Fotos, Meinungen oder Gedanken auszutauschen und sich öffentlich bzw. teilweise öffentlich darzustellen.138 ← 20 | 21 → Diese Situation bringt eine wesentliche Veränderung des Datenumfelds mit sich, wodurch Rechtsstreitigkeiten bezüglich des Persönlichkeitsrechts und des Datenschutzes zunehmen.

Die Nutzung solcher Dienste kann insbesondere zu Gefährdungen der Privatsphäre der Nutzer sozialer Netzwerke durch Preisgabe von Informationen über sich selbst und Dritte führen. Nutzer können den Zweck ihrer Datenerhebung, -verarbeitung und -nutzung häufig nicht erkennen und verstehen, und sie bringen sozialen Netzwerken blindes Vertrauen entgegen, indem sie viele persönliche Informationen über sich und ihr Umfeld preisgeben, um alle Funktionen des Dienstes auch nutzen zu können.139

Weltweit existiert ein unterschiedliches juristisches Verständnis von Datenschutz. Nachfolgend soll die geltende Rechtslage des europäischen und deutschen Datenschutzrechts untersucht werden. ← 21 | 22 →


38 Heidemann, Informatik-Spektrum vol. 33 2010, S. 266.

39 Häusler, 2007, S. 9 f.; Kopp/ Steinbach, 2016, S. 91.

40 Heidemann, Informatik-Spektrum vol. 33 2010, S. 266.

41 Www.facebook.com.

42 Www.plus.google.com.

43 Www.xing.com.

44 Mörl/ Groß, 2008, S. 31.

45 Bartelt, 2012, S. 7; Pinell, 2011, S. 5.

46 Diewald, 1991, S. 61.

47 Häusler, 2007, S. 2.

48 Simmel, 1968, S. 10.

49 Schilliger, 2010, S. 15.

50 Boos/ Exner/ Heitger, 1992, S. 5.

51 Pinell, 2011, S. 6.

52 Beispielhafte Experimente zur Bestätigung der These für das Internet: Studie von Leskovec und Horvitz im Jahr 2006 zu Microsoft instant messenger, Experiment im Jahr 2003 von Dodds.

53 Backstrom/ Boldi/ Rosa/ Ugander/ Vigna, Four Degrees of Separation, 2011, abrufbar unter http://arxiv.org/pdf/1111.4570v1.pdf (zuletzt abgerufen am 27.03.2017).

54 Backstrom/ Boldi/ Rosa/ Ugander/ Vigna, Four Degrees of Separation, 2011, S. 1, 7, 11 f., abrufbar unter http://arxiv.org/pdf/1111.4570v1.pdf (zuletzt abgerufen am 27.03.2017).

55 Richter/ Koch, Multikonferenz Wirtschaftsinformatik 2008, S. 1240.

56 Ebersbach/ Glaser/ Heigl, 2011, S. 197.

57 Pinell, 2011, S. 5.

58 Mörl/ Groß, 2008, S. 33.

59 Ebersbach/ Glaser/ Heigl, 2011, S. 198.

60 Schelske, 2007, S. 123.

61 Häusler, 2007, S. 2.

62 Ebersbach/ Glaser/ Heigl, 2011, S. 191.

63 Mörl/ Groß, 2008, S. 43; Schmidt, FJ SB 2/2006, S. 38.

64 Mörl/ Groß, 2008, S. 43 f.

65 E-Shop steht allgemein als Begriff für den elektronischen Verkauf von Produkten bzw. Dienstleistungen, Kollmann, 2013, S. 217.

66 Schmidt, FJ SB 2/2006, S. 38.

67 Mörl/ Groß, 2008, S. 43 f.

68 Bartelt, 2012, S. 7; Mörl/ Groß, 2008, S. 45.

69 Siehe unter Zweites Kapitel A. III.

70 Heidemann, Informatik-Spektrum vol. 33 2010, S. 263.

71 Ulbricht, 2011, S. 6; Originaldefinition: “We define social network sites as web-based services that allow individuals to (1) construct a public or semi-public profile within a bounded system, (2) articulate a list of other users with whom they share a connection, and (3) view and traverse their list of connections and those made by others within the system. The nature and nomenclature of these connections may vary from site to site.”, Boyd/ Ellison, Journal of Computer-Mediated Communication, 2007, S. 210–230, abrufbar unter http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1083-6101.2007.00393.x/full (zuletzt abgerufen am 27.03.2017).

72 Bartelt, 2012, S. 8.

73 Rheingold, 1994, S. 16.

74 Mörl/ Groß, 2008, S. 48.

75 Ebd., S. 49 f.

76 Back/ Gronau / Tochtermann, 2009, S. 67.

77 Mörl/ Groß, 2008, S. 49 f.

78 Ebd., S. 50.

79 Back/ Gronau/ Tochtermann, 2009, S. 68.

80 Mörl/ Groß, 2008, S. 47 ff.

81 So auch Schaffert/ Wieden-Bischof, 2009, S. 14.

82 Erstes dezentrales Computernetzwerk, über das unterschiedliche Universitäten in den USA, die für das Verteidigungsministerium forschten, verbunden waren, Ebersbach/ Glaser/ Heigl, 2011, S. 18.

83 Ray Tomlinson gilt als der Erfinder der E-Mail, abrufbar unter http://www.stern.de/digital/online/internetgeschichte-es-war-einmal----die-erste-e-mail-3325640.html und http://www.computerhistory.org/internethistory/1970s/ (zuletzt abgerufen am 27.03.2017).

84 Eine Gruppe, welche sich über das Thema Science-Fiction austauschte.

85 Weltweites Netzwerk mit Diskussionsforen.

86 Bartelt, 2012, S. 4 f.

87 „Die synchrone Kommunikation ist dadurch gekennzeichnet, dass sie in Echtzeit zwischen zwei oder mehreren Benutzern stattfindet, z. B. im Chat. Dabei spielt es keine Rolle, ob sich die Benutzer am gleichen Ort aufhalten oder räumlich verteilt sind“, abrufbar unter http://www.e-teaching.org/glossar/synchrone-kommunikation (zuletzt abgerufen am 27.03.2017).

88 Ebersbach/ Glaser/ Heigl, 2011, S. 22.

89 Heidemann, Informatik-Spektrum vol. 33 2010, S. 266; Pinell, 2011, S. 10.

90 Www.asianavenue.com.

91 Www.black-planet.com.

92 Www.migente.com.

93 Www.livejournal.com.

94 Www.ryze.com.

95 Www.linkedin.com.

96 Www.xing.com.

97 Weltweit hat Facebook über 1 Mrd. Nutzer (Stand: 15.06.2013), allfacebook.de, Facebook Nutzerzahlen, abrufbar unter http://allfacebook.de/userdata/ (zuletzt abgerufen am 27.03.2017).

98 Abrufbar unter http://venturebeat.com/2015/05/26/snapchat-has-100m-daily-users-65-of-whom-upload-photos/ (zuletzt abgerufen am 27.03.2017).

99 Kurzform für engl. Application; Anwendungsprogramme, die auf mobilen Endgeräten zur Anwendung kommen.

100 Dritte, erweiterte Studie des BITKOM, vom 31.10.2013, S. 3 abrufbar unter http://www.bitkom.org/files/documents/SozialeNetzwerke_2013.pdf (zuletzt abgerufen am 27.03.2017).

101 Pichler, 2005, S. 12.

102 Hawellek in Forgó/ Helfrich/ Schneider, 2014, Teil VII Kap. 2, Rn. 3; vgl. Poller/ Waldmann, 08/2013, S. 8.

103 Ahlf, 2013, S. 80 f., abrufbar unter https://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-33321/Ahlf_Diss.pdf (zuletzt abgerufen am 27.03.2017).

104 Vgl. Artikel 29-Datenschutzgruppe, 2009, WP 163, S. 5; Hippner, HMD 252, S. 13.

105 Bartelt, 2012, S. 11; Reisch/ Bietz, 2011, S. 17.

106 Back/ Stopfer/ Vazire/ Gaddis/ Schmukle/ Egloff/ Gosling, Psychological Science, 21(3) 2010, S. 372 ff.

107 Ulbricht, 2011, S. 8.

108 Hippner, HMD 252, S. 13.

109 Reisch/ Bietz, 2011, S. 17.

110 Bartelt, 2012, S. 12.

111 Ebd., S. 13 f.

112 Ulbricht, 2011, S. 14.

113 Bartelt, 2012, S. 9.

114 Www.match.com.

115 Www.edarling.de.

116 Www.parship.de.

117 Www.comeunited.com.

118 Www.runkeeper.com.

119 Www.myspace.com.

120 Bartelt, 2012, S. 9; vgl. Mehler-Bicher/ Mehler, Update 9 WS 09/10, S. 6.

121 Bartelt, 2012, S. 10.

122 Abrufbar unter https://de-de.facebook.com/ (zuletzt abgerufen am 27.03.2017).

123 Www.asmallworld.com.

124 Bartelt, 2012, S. 10.

125 Piltz, 2013, S. 21.

126 Bartelt, 2012, S. 9 f.

127 Ebersbach/ Glaser/ Heigl, 2011, S. 244 f.

128 Im 4. Quartal 2015 betrug der weltweite Werbeumsatz des sozialen Netzwerks Facebook rund 5,637 Milliarden USD, abrufbar unter http://de.statista.com/statistik/daten/studie/164678/umfrage/werbeumsaetze-von-facebook-nach-region/ (zuletzt abgerufen am 27.03.2017); Hamburgischer Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit, 2013, S. 8.

129 Artikel 29-Datenschutzgruppe, 2009, WP 163, S. 5.

130 Ehrlich, acquisa 09/2011, S. 66; G. Schröder in Forgó/ Helfrich/ Schneider, 2014, Teil VII Kap. 3, Rn. 7.

131 Siehe dazu Drittes Kapitel B. IV. 4. a).

132 Erd, NVwZ 2011, S. 19.

133 International Working Group on Data Protection in Telecommunications, Bericht und Empfehlung zum Datenschutz in sozialen Netzwerkdiensten – Rom-Memorandum, 43. Sitzung, 2008, S. 3, abrufbar unter http://www.datenschutz.fu-berlin.de/dahlem/ressourcen/675_36_13-ROM-Memorandum.pdf (zuletzt abgerufen am 27.03.2017).

134 Spies in Forgó/ Helfrich/ Schneider, 2014, Teil I Kap. 4, Rn. 1.

135 Ausführlich dazu Weichert, RDV 2012, S. 113.

136 Aus EU-Sicht ist das Datenschutzrecht der Länder Argentinien und Uruguay angemessen: EU Kommissionsentscheidung C(2003) 1731 vom 30.06.2003 – OJ L 168, 05.07.2003; EU Kommissionsentscheidung C(2012) 5704 vom 21.08.20102 – OJ L 227/11, 23.08.2012; ausführlich zu Uruguay auch Artikel 29-Datenschutzgruppe, 2010, WP 177; siehe Drittes Kapitel C. II. a) ee).

137 Siehe dazu Fünftes Kapitel.

138 Mainusch/ Burtchen, DuD 2010, S. 449.

139 BT-Drs. 56/11, S. 2; vgl. auch BITKOM, Datenschutz im Internet 2011, S. 26, abrufbar unter http://www.bitkom.org/files/documents/BITKOM_Publikation_Datenschutz_im_Internet.pdf (zuletzt abgerufen am 27.03.2017).