Show Less
Restricted access

Symbole des Lebenslaufes

Series:

Ieva Reinersmann

Dieses Buch befasst sich mit Symbolen des Lebenslaufes. Im Rahmen der Individualisierung sind die kollektiv verbreiteten Bilder des Lebenslaufes aus dem kulturellen Raum weitgehend verschwunden. Das Hauptziel der Autorin ist die empirische Erforschung aktuell verbreiteter Vorstellungen vom menschlichen Lebenslauf in Form von Bildern, Metaphern und konkreten Zeichnungen. Sie kombiniert dabei im methodischen Design qualitative und quantitative Zugänge miteinander und analysiert neben alters- und geschlechtstypischen Effekten auch kulturelle Einflüsse im Vergleich von Deutschland und Litauen zueinander.

Show Summary Details
Restricted access

3 Fragestellungen und Hypothesen

Extract

3 Fragestellungen und Hypothesen

Bislang sind die Symbole des Lebenslaufes hauptsächlich unter der Fragestellung ihrer kollektiven Verbreitung und ihrem historischen Wandel in einzelnen Kulturen untersucht worden. Das Hauptziel der vorliegenden Untersuchung ist es, die Rezeption oder die Internalisation der kollektiven Symbole des Lebenslaufes im Sinne von Valsiner (2000) durch die einzelnen Personen zu erforschen. Die in Kapitel 2.4.4 beschriebenen Studien haben schon die individuellen bildlichen Darstellungen des Lebenslaufes mit Hilfe der freien Zeichnung untersucht. Die vorliegende Untersuchung möchte vorerst eine grundlegende Frage klären, ob die heutigen Menschen überhaupt noch verschiedene symbolische Formen mit ihrem Leben in Verbindung bringen oder ob es sich bei den Symbolen um eine veraltete und ausgediente Form des Ausdrucks von den Vorstellungen des eigenen Lebenslaufes handelt. Stimmt es, dass unser modernes Denken die Beziehung zu sinnhaltigen Symbolen und einem ganzheitlichen Erfassen der Wirklichkeit verloren hat (vgl. Fromm, 1951; Meier-Seethaler, 1993)? Falls die Untersuchungsteilnehmer doch noch etwas mit den Symbolen anfangen können, gilt es zu klären, ob die Lebenstreppe als Sinnbild des menschlichen Lebenslaufes noch aktuell ist. Da die theoretischen Ausführungen und Ergebnisse aus ähnlichen Untersuchungen Anlass zu der Annahme geben, dass dies wenig wahrscheinlich sein wird, wird mit Hilfe der freien Zeichnung untersucht, welche Motive die einzelnen Untersuchungsteilnehmer verwenden, um ihren Lebenslauf bildlich darzustellen.

Aufgrund der Komplexität des Untersuchungsgegenstandes werden die explorativen und deduktiven Aspekte miteinander so kombiniert, dass bei den offenen Fragestellungen explorativ vorgegangen wird, während die einzelnen Hypothesen bestimmte deduktive Vermutungen pr...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.