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Turns und kein Ende?

Aktuelle Tendenzen in Germanistik und Komparatistik

Series:

Elke Sturm-Trigonakis, Olga Laskaridou, Evi Petropoulou and Katerina Karakassi

Der Band setzt sich kritisch mit «Cultural Turns» allgemein auseinander und lotet deren Anwendungsmöglichkeiten vom «post-imperial», über den «ecocritical» bis hin zum «economical turn» aus. Dabei zeigt sich das innovative Potenzial der Turns, aber auch die Notwendigkeit, sie epistemisch in den Einzeldisziplinen zu verankern. Die Symbiose der «Cultural Turns» mit Literaturwissenschaft und Komparatistik scheint etabliert zu sein. Transdisziplinarität und Kombinationen wie «Postkoloniale Germanistik» sind selbstverständlich, und die Komparatistik untersucht Diachronie und Synchronie von jeglichen Wissenssystemen. Die Beiträger nehmen sich den Umstand, dass sich Einzelphilologien und Komparatistik unter dem Vorwurf der Orientierungslosigkeit dennoch in einer Dauerkrise befinden, zum Anlass für eine Bestandsaufnahme.

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Dramatiker als Ökokritiker: Heiner Müller und Christoph Ransmayr (Sonja Novak / Stephanie Jug)

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Sonja Novak1, Stephanie Jug2

Dramatiker als Ökokritiker: Heiner Müller und Christoph Ransmayr

Abstract: The paper analyzes Heiner Müller’s play Verkommenes Ufer Medeamaterial Landschaft mit Argonauten and Christoph Ransmayr’s play Odysseus, Verbrecher from the point of view of ecocriticism; it proposes a redefinition of ecocriticism, which has been traditionally discussed in the context of man’s alienation from nature. Ecocriticism is discussed as foregrounding a strong bond between the self and the environment.

Einleitung oder die ökokritischen Merkmale

Ökokritik oder ecocriticism ist nach Cheryll Glotfelty die Untersuchung der Verbindung zwischen Literatur und der Umwelt (Glotfelty, xviii) und tritt oft in einem engen Zusammenhang mit der postkolonialen Kritik auf. Obwohl sie eine ziemlich junge literaturwissenschaftliche Disziplin ist, hat sich die Ökokritik schnell etabliert, weil die Natur längst eine wichtige Rolle in der Literatur spielt. Am Beispiel des Romans Pfisters Mühle von Wilhelm Raabe erklärt Manfred Jakubowski-Tiessen die enge Beziehung zwischen Natur und Autor: „Die Natur, in diesem Falle die devastierte Natur, hat keine Stimme, ihr Protest ist vielmehr zeichenhaft. Es ist der Mensch, der Literat, welcher ihr seine Stimme leiht; er versucht die Zeichen der Natur zu deuten, in der Natur Wahrgenommenes zur←257 | 258→ Sprache zu bringen und seine Erfahrungen schließlich zu versinnbildlichen.“ (Jakubowski-Tiessen, 1)

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