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Turns und kein Ende?

Aktuelle Tendenzen in Germanistik und Komparatistik

Series:

Elke Sturm-Trigonakis, Olga Laskaridou, Evi Petropoulou and Katerina Karakassi

Der Band setzt sich kritisch mit «Cultural Turns» allgemein auseinander und lotet deren Anwendungsmöglichkeiten vom «post-imperial», über den «ecocritical» bis hin zum «economical turn» aus. Dabei zeigt sich das innovative Potenzial der Turns, aber auch die Notwendigkeit, sie epistemisch in den Einzeldisziplinen zu verankern. Die Symbiose der «Cultural Turns» mit Literaturwissenschaft und Komparatistik scheint etabliert zu sein. Transdisziplinarität und Kombinationen wie «Postkoloniale Germanistik» sind selbstverständlich, und die Komparatistik untersucht Diachronie und Synchronie von jeglichen Wissenssystemen. Die Beiträger nehmen sich den Umstand, dass sich Einzelphilologien und Komparatistik unter dem Vorwurf der Orientierungslosigkeit dennoch in einer Dauerkrise befinden, zum Anlass für eine Bestandsaufnahme.

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„Sich verschiebende Horizonte“: Das (Nicht-)Wissen, die Bilder und die Sprache in der Poetologie Anne Dudens (Fani Paraforou)

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Fani Paraforou1

„Sich verschiebende Horizonte“: Das (Nicht-)Wissen, die Bilder und die Sprache in der Poetologie Anne Dudens

Abstract: After a recourse to significant facets of the pictorial/iconic turn, the paper focuses on the affinity between Anne Duden’s poetology and Gilles Deleuze’s philosophy, showing how they converge in the concept of knowledge and how this turns out to be virulent for the difference between seeing and writing as well as for a differentiation of the term ekphrasis as core issue of the pictorial/iconic turn.

Anne Duden und die Bilder

Anne Duden greift in ihrem Œuvre permanent auf Werke der bildenden Kunst zurück: sei es in Form von Erzählungen wie in ihrem Werk Das Judasschaf (1985), wo die literarisch inszenierte Konfrontation mit Vittore Carpaccios Grabbereitung Christi (1505) den Rahmen des Erzählten darbietet; sei es in Form von Gedichten in ihrem Band Das Wimpertier, wo sie in Van Gogh geht zur Arbeit, Dazwischen und Sphinx – hinter Gittern (1995) auf Francis Bacons Sphinx (1954) und Study for a Portrait of Van Gogh (1957) Bezug nimmt und so Momente der Sichtbarkeit dichterisch herausarbeitet; sei es in Form von poetologischen Reflexionen in ihrem Essay-Band Zungengewahrsam, wo sie unter anderem in ihrem Essay „Madame Cézanne“ an Paul Cézannes Madame Cézanne auf gelbem Stuhl (1888–1890) den Akt der Bildbetrachtung auslotet.2 Anne Duden besitzt ein „Auge, das sich nicht mehr schließen lässt“ (Duden 1999, 50); für ihr Schreiben ist also...

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