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«Was sagt die Wikipedia?»

Studie zur Präsenz von Fachinhalten der Germanistischen Mediävistik in der deutschsprachigen Ausgabe der Online-Enzyklopädie Wikipedia

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Angelika Kuchling, MA

Das Buch untersucht aus der Perspektive der germanistischen Mediävistik, inwieweit facheinschlägige Wikipedia-Artikel profunde Informationsquellen liefern oder zumindest eine verlässliche Erstinformation bieten. Zur Klärung dieser Frage rekapituliert die Autorin die allgemeine Geschichte der Enzyklopädie bis hin zur Etablierung der Online-Enzyklopädie Wikipedia. Repräsentative Metadaten auf Basis des Qualitätsbegriffs der Wikipedia bilden im Anschluss den Ausgangspunkt für eine semiautomatische Analyse von Artikeln zur mittelalterlichen Sprache und Literatur. Die Autorin stützt das Ergebnis durch kritische Detailanalysen.

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1 Einleitung

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1    Einleitung

„Was sagt die Wikipedia?“ – mit dieser Gegenfrage wird aktuell so manche Alltagsfrage beantwortet. Wo früher stundenlang über Sachverhalte und Fakten aller Art spekuliert und diskutiert wurde, zückt man heute das omnipräsente Smartphone und befragt das digitale Orakel, denn die größte Online-Enzyklopädie der Welt scheint inzwischen nahezu jede Frage beantworten zu können. Der schnelle und unkomplizierte Zugriff auf Information ist zum Standard geworden und für die heranwachsende Generation nicht mehr wegzudenken. Dagegen wirkt der Griff ins Bücherregal angesichts der rasanten technologischen Entwicklung beinahe nostalgisch, was sich in den letzten Jahren bereits merklich auf den Enzyklopädie-Markt ausgewirkt hat: Online-Enzyklopädien wie Wikipedia verdrängen nach und nach die großen Druckenzyklopädien des 19. und 20. Jahrhunderts. Doch nicht nur für Alltagsfragen wird die Wikipedia zu Rate gezogen. Auch im akademischen Bereich gewinnt die Online-Enzyklopädie zunehmend an Bedeutung und wird immer öfter von Studierenden benutzt, zum Beispiel um sich einen ersten Einblick in den Schwerpunkt der nächsten Vorlesung zu verschaffen. Die Vorteile der Wikipedia liegen dabei auf der Hand: Sie ist immer und überall verfügbar, und die Artikel enthalten oft weiterführende Weblinks und aktuellere Literaturhinweise als die meisten Fachlexika. Zudem bietet kein traditionelles Nachschlagewerk Zugriff auf ein so breites Spektrum an Lemmata. Autoren, Texte, Fachbegriffe und vieles mehr können innerhalb einer einzigen Website nachgeschlagen werden. Der akademische Betrieb steht dem neuen Medium allerdings häufig noch mit Skepsis, zum Teil sogar mit Ablehnung...

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