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Sittenwidriges Informationsverhalten

Die Haftung für fehlerhaftes Informationsverhalten gegenüber den Anlegern am regulierten Wertpapiermarkt

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Feyko Conring

Der Autor befasst sich mit der Haftung für fehlerhaftes Informationsverhalten gegenüber den Anlegern am regulierten Wertpapiermarkt. Ein Überblick über mögliche Anspruchsgrundlagen zeigt, dass Schadensersatzansprüche von Anlegern oftmals allein auf § 826 BGB gestützt werden können. Im Fokus der Untersuchung steht daher die Frage, unter welchen Voraussetzungen das Informationsverhalten sittenwidrig ist. Sie wird dahingehend beantwortet, dass aus den guten Sitten im Sinne von § 826 BGB die Pflicht folgt, täuschendes Informationsverhalten gegenüber den Anlegern am regulierten Wertpapiermarkt zu unterlassen. Im Weiteren werden die Kriterien bestimmt, anhand derer die Eignung zur Irrtumserregung zu beurteilen ist.

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Kapitel 3: Fehlerhaftes Informationsverhalten am regulierten Wertpapiermarkt

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Kapitel 3:  Fehlerhaftes Informationsverhalten am regulierten Wertpapiermarkt

Das Informationsverhalten gegenüber den Anlegern am regulierten Wertpapiermarkt kann Sanktionen gegen den jeweiligen Informationsakteur241, insbesondere dessen zivilrechtliche Haftung, zur Folge haben. Bevor mögliche Grundlagen für Schadensersatzansprüche in den Blick genommen werden242, ist zu analysieren, wann ein Informationsverhalten gegenüber den Anlegern am regulierten Wertpapiermarkt fehlerhaft ist. Zunächst ist jedoch, nach einem Überblick über einschlägige Fälle (A.), nach den Anreizen für fehlerhaftes Informationsverhalten (B.) und dessen tatsächlichen Folgen (C.) zu fragen. Auf dieser Grundlage sind sodann die Maßstäbe zur Beurteilung der Fehlerhaftigkeit eines Informationsverhaltens gegenüber den Anlegern am regulierten Wertpapiermarkt zu untersuchen (D.). Ein Ausblick befasst sich schließlich mit Mitteln, die der Sicherstellung ordnungsgemäßen Informationsverhaltens dienen (E.).

A.  Fälle

Das fehlerhafte Informationsverhalten von Informationsakteuren gegenüber den Anlegern am regulierten Wertpapiermarkt kann unterschiedlicher Art sein. Zum Beispiel können Informationsakteure auf Seiten des Emittenten geschönte Bilanzen243, erfundene Insiderinformationen244, unzureichende Finanzberichte245 oder fehlerhafte Pressemitteilungen246 offenlegen, Journalisten unzutreffend über Emittenten berichten247 und Analysten unvertretbare Analysen oder Empfehlungen hinsichtlich bestimmten Wertpapieren lancieren248.

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