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Patrizier – Wege zur städtischen Oligarchie und zum Landadel

Süddeutschland im Städtevergleich. Unter Mitarbeit von Marc Holländer

Edited By Wolfgang Wüst

Die Beiträge dieses Tagungsbandes untersuchen das Phänomen der Patrizier auf dem Weg zur städtischen Oligarchie und zum Landadel. Der Schwerpunkt liegt auf der Stadt Nürnberg, wobei auch die Führungsschichten anderer süddeutscher Städte betrachtet werden. Mit Hilfe der komparatistischen Methode und damit dem Vergleich als landeshistorischer Tradition beleuchten und definieren die Beiträger den Begriff der «Patricii» als Bezeichnung der Geschlechter kritisch, wobei sie auch auf die mittelalterliche Bezeichnung der «Herren» und «vornehmen Geschlechter» eingehen.

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Patriziat und Ratsverfassung in München

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Michael Stephan

The political, economic and social ruling class of the city of Munich, since the 16th century called „patriciate“, traces back to the origin of the Munich council. The main focus lies on the parallel development of an urban council constitution and the formation of an upper class within the middle-class bourgeois society. The first part shows the time from 1255 (Munich becomes partial-capital of the dukedom Munich-Upper Bavaria) up to the end of the civil war in 1403. The law concerning the election of the council of 1403 marks the second epoch which keeps validity almost up to the end of the 18th century. A small excursion in between treats the “patrician’s brewing” till 1372. Some specific observations over the patriciate of Munich form the end of the article.

Auch in München als landesherrlicher Residenz- und Hauptstadt des Herzogbeziehungsweise Kurfürstentums Bayern gab es eine politisch, sozial und wirtschaftlich führende Schicht, die durchaus Parallelen zu den reichsstädtischen Oligarchien in Süddeutschland aufweist.1 Das Wort „Patrizier“ für Angehörige dieser Führungsschicht gibt es in München – so die ältere Forschung – erst nach 1550.2 Tatsächlich werden schon zu Beginn des 16. Jahrhunderts, als das Münchner Bürgertum mit einem dezidiert patrizischen Selbstbewusstsein den Höhepunkt seiner Entwicklung erreicht hatte, in den Matrikeln der Universität in Ingolstadt Münchner Bürgersöhne als „patricius Monacensis“ bezeichnet.3 Dennoch erscheint es im Falle Münchens angemessener von „ratsfähigen“ Familien zu...

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