Show Less
Restricted access

Patrizier – Wege zur städtischen Oligarchie und zum Landadel

Süddeutschland im Städtevergleich. Unter Mitarbeit von Marc Holländer

Edited By Wolfgang Wüst

Die Beiträge dieses Tagungsbandes untersuchen das Phänomen der Patrizier auf dem Weg zur städtischen Oligarchie und zum Landadel. Der Schwerpunkt liegt auf der Stadt Nürnberg, wobei auch die Führungsschichten anderer süddeutscher Städte betrachtet werden. Mit Hilfe der komparatistischen Methode und damit dem Vergleich als landeshistorischer Tradition beleuchten und definieren die Beiträger den Begriff der «Patricii» als Bezeichnung der Geschlechter kritisch, wobei sie auch auf die mittelalterliche Bezeichnung der «Herren» und «vornehmen Geschlechter» eingehen.

Show Summary Details
Restricted access

Fugger, Welser, Langenmantel als Vorfahren – das Patriziat als spannendes Entdeckungsfeld eines Laienforschers

Extract

“ zeigt bereits, aus welcher Perspektive der Aufsatz das Thema beleuchtet, nämlich aus der Praxis eines Laienforschers. Natürlich bin ich mir der Gefahr bewusst, dass man aus der großen Zahl von bereits veröffentlichten Ahnenlisten berühmter Deutscher unreflektiert Daten übernimmt, dienten doch die Genealogien der in der frühen Neuzeit lebenden Patrizierfamilien dazu, die Bedeutung der eigenen Familie dadurch zu überhöhen, dass man seine Vorfahren so weit wie möglich zurückverfolgen konnte, am besten bis zu Karl dem Großen. Die Aussagen werden demzufolge umso unglaubwürdiger, je weniger nachprüfbare Fakten zur Verfügung stehen.

Man muss also genau abwägen, was übernimmt man und was hinterfragt man, um einer wissenschaftlichen Betrachtungsweise standzuhalten. Otto Normalforscher kann sich oftmals kaum vorstellen, dass man mit seinen Vorfahren einfach so in die vermeintlich geschlossene ehrenwerte Gesellschaft des städtischen Patriziats vordringen kann. Skeptisches Stirnrunzeln beim Gesprächsgegenüber ist da an der Tagesordnung. Ich möchte heute anhand einiger Bespiele aus meiner Forschung solche Wege oder Tore aufzeigen. Natürlich ist es immer eine spannende Angelegenheit, wenn man neben Tausenden einfachen Vorfahren wie Söldnern, Webern, Handwerkern, Tagelöhnern oder Amtsknechten auch Vorfahren aus einer städtischen Oberschicht zu seinen Ahnen zählen kann.

An zwei Beispielen möchte ich aufzeigen, dass es durchaus nicht ungewöhnlich ist, bei der eigenen Ahnenforschung ins Patriziat vorzustoßen, doch lassen Sie mich zum besseren Verständnis etwas ausholen:

In meiner Familienforschung habe ich...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.