Show Less
Restricted access

Das Interventionsverbot im Bürgerkrieg

Darstellung eines Wandels durch die Bürgerkriege in Libyen, Syrien, Irak, Jemen und Ukraine seit 2011

Series:

Christina Nowak

Das völkergewohnheitsrechtliche Interventionsverbot ist seit jeher ein unverzichtbares Element des internationalen Friedenssicherungssystems. Trotz seiner unbestrittenen Wichtigkeit ist unklar, welche Handlungsweisen gegenwärtig von dem Verbot umfasst sind. Aufbauend auf eine umfassende Auswertung der Staatenpraxis seit 2011 untersucht die Autorin, unter welchen Voraussetzungen Regierungen und Oppositionsbewegungen in Bürgerkriegen völkerrechtsgemäß unterstützt werden dürfen. Angesichts der Schneise der Verwüstung, die sich seit Beginn des „Arabischen Frühlings" durch die betroffenen Länder erstreckt, hinterfragt die Autorin die kontemporäre rechtliche Relevanz des Interventionsverbots.

Show Summary Details
Restricted access

Teil eins: Theoretische Grundzüge des völkergewohnheitsrechtlichen Interventionsverbots im Bürgerkrieg

Extract



Teil eins der vorliegenden Arbeit beschäftigt sich mit einer Reihe von theoretischen und dogmatischen Fragestellungen, die einem Verständnis und einer Verortung des völkergewohnheitsrechtlichen Interventionsverbots im Völkerrecht zugrunde liegen.

Von dieser Prämisse und der These der Dissertation ausgehend, befasst sich Kapitel eins zunächst damit, wie sich Völkergewohnheitsrecht bildet, wie es sich wandelt und wie es durch den Rechtsanwender identifiziert werden kann.

Sodann wird im zweiten Kapitel die Konzeption des Interventionsverbots erläutert. Dazu wird sowohl auf die Schutzgüter des Interventionsverbots eingegangen als auch darauf, welche Merkmale ein Eingriff in diesen Schutzbereich aufweisen muss. Darauf aufbauend wird versucht, anhand von Rechtsprechung, Praxis und Literatur herauszuarbeiten, welchen Inhalt das Interventionsverbot im Bürgerkrieg vor Beginn des Arabischen Frühlings hatte. Das dadurch erzielte Ergebnis wird der Arbeit als Ausgangspunkt eines möglichen Wandels zugrunde gelegt.

Kapitel drei erklärt schließlich den Begriff des Bürgerkrieges und grenzt in diesem Ansinnen zu inneren Unruhen und internationalen bewaffneten Konflikten ab. Im Anschluss daran werden die dieser Arbeit zugrundeliegenden Fallstudien erläutert und anhand der zuvor gerierten Parameter hinterfragt, ob die entsprechenden Konflikte als Bürgerkrieg einzustufen sind.←35 | 36→ ←36 | 37→

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.