Show Less
Restricted access

Die Rolle des Ein-Platz-Prinzips in der Autonomie der Sportfachverbände

Eine Untersuchung der exklusiven Organisationsstrukturen im Sport

Series:

Paul Fischer

Sind das Ein-Platz-Prinzip und die daraus resultierenden exklusiven Organisationsstrukturen im Sport als gegeben hinzunehmen? – Dieser Frage geht der Autor dieses Bandes nach. Er untersucht das Ein-Platz-Prinzip, das in nahezu jeder Sportart die Verbandsstrukturen von der internationalen bis hin zur regionalen Ebene prägt. Neben der Ein-Platz-Regelung stellt er auch die Teilnahmeverbote der Sportfachverbände auf den Prüfstand. Die zentralen Erkenntnisse gewinnt er, indem er den Kerninhalt der Autonomie der Sportfachverbände bestimmt und diesen allein in den für den Wettkampfsport notwendigen Regelungen sieht.

„Eine fulminante Entzauberung der Ein-Platz-Regel" – Professor Dr. Dr. h.c. Michael Kubiciel via Twitter

Show Summary Details
Restricted access

§ 3: Gang der Untersuchung

Extract

§ 3: Gang der Untersuchung

Mit den nötigen Begriffsbestimmungen und Abgrenzungen an der Hand werden dem Leser die in § 1 genannten, die Untersuchung leitenden Fragestellungen auf folgendem Weg beantwortet:

In §§ 4 bis 6 der Untersuchung wird die Frage beantwortet, welchen Inhalt die Autonomie der Sportfachverbände gegenüber ihren Mitgliedsvereinen, also die Organisationsautonomie, eigentlich hat:

In § 4 soll die ausführliche Darstellung des historischen Hintergrunds des Vereinsrechts des Bürgerlichen Gesetzbuchs zeigen, weshalb die §§ 21 ff. BGB nur sehr wenige zwingende Regelungen zur Ausgestaltung der inneren Angelegenheiten von Idealvereinen enthalten und welche Konzeption den Regelungen zugrunde liegt. Daraus wird ersichtlich, weshalb bei Monopolvereinen eine Konzentration auf den Vereinszweck angezeigt ist.

In § 5 wird die Vereinssatzung als Organisationsvertrag beschrieben und die Mindestgehalte sowie Gestaltungsmöglichkeiten aufgezeigt.

In § 6 wird der primäre Zweck des Sportfachverbandes als maßgeblich für den Inhalt und die Grenzen seiner Organisationsautonomie hervorgehoben. Auf dieser Grundlage wird die These entwickelt, dass die für die Verwirklichung des Zwecks des Sportfachverbands notwendigen Regelungen den Kerninhalt seiner Organisationsautonomie bestimmen. Diese notwendigen Regelungen werden wir von weiteren Verbandsregelungen hinsichtlich ihrer Justiziabilität abgrenzen.

In §§ 7 und 8 wird der Frage nachgegangen, welche Rolle das Ein-Platz-Prinzip und die Regelungen zu seiner Absicherung innerhalb der Organisationsautonomie der Sportfachverbände einnehmen:

In § 7 blicken wir auf die Entstehungsgeschichte des Ein-Platz-Prinzips und seine Verankerung in den Satzungen der Sportfachverbände. Daraufhin werden die Prinzipieneigenschaft dieser Organisationsregel, ihr Aussagegehalt und...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.