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Komparative Ästhetik(en)

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Edited By Ernest W.B. Hess-Lüttich, Meher Bhoot and Vibha Surana

Dieses Buch zu Komparatistischen Studien im Bezirk von Ästhetik, Text- und Kulturwissenschaften widmet sich im Rahmen der interkulturellen Germanistik den Beziehungen nicht nur zwischen Literaturen, sondern auch zwischen anderen Künsten (Malerei, Bildhauerei, Musik, Film, TV) oder zwischen Gattungen (Drama, Prosa, Lyrik, Oper, Tanz, TV-Formate, Blogs), zwischen ‚alten‘ und ‚neuen‘ Medien (Buch/Hörbuch, Literatur/Film, Roman/Drehbuch, Fantasy Genres/Computer Games). Der ästhetische Erkenntnisgewinn lässt sich aus komparatistischer Perspektive noch erweitern, wenn germanistische Ansätze in Afrika, Amerika, Asien, Australien zur Analyse künstlerischen Schaffens in Sprache, Literatur, Medien in Bezug gesetzt werden mit dem Ziel der Entwicklung einer Pluralität von Perspektiven auf Gegenstände ‚Komparativer Ästhetik(en)‘.

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Wirbel und Spirale: Ästhetiken des Möglichen. Hugo von Hofmannsthals Ein Brief und Gustav Sacks Paralyse (Roxanne Phillips)

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Roxanne Phillips (München)

Wirbel und Spirale: Ästhetiken des Möglichen

Hugo von Hofmannsthals Ein Brief und Gustav Sacks Paralyse

Comparing Hofmannsthal's Ein Brief and Sack's Paralyse, the article explores the differences between language and the body as well as between the act of telling and sensory awareness. Both texts imply conflicting writing scenarios. The relationships between the first-person narrations and the first-person experiences are negotiated via a similar poetic figure: The contagious spiral of the syphilis and the Apollonian-Dionysian whirl both denote poetics in which the infinite possibilities of language can be performed – although Sack's and Hofmannsthal's characters cease writing respectively.

Im Folgenden werden die Differenzen zwischen Sprachmaterial und Materialität des Körpers sowie zwischen Erzählen und Erleben in Hofmannsthals Ein Brief und in Sacks Paralyse untersucht. Die widersprüchlichen Schreibsituationen der Werke verhandeln das Verhältnis von erzählendem und erlebendem Ich jeweils über eine verwandte poetologische Denkfigur: die kontagiöse Syphilisspirale und den apollinisch-dionysischen Wirbel. Obwohl Sacks Paralytiker und Hofmannsthals Lord Chandos das Schreiben aufgeben, führen die zirkulierenden Poetiken der beiden Texte die unendlichen Möglichkeiten der Sprache performativ vor.

1 Zur Pathogenese sprachverzweifelter Dichter

Hugo von Hofmannsthals Ein Brief als zentrales Dokument der Sprachkrise zu verhandeln, hat in der Germanistik eine Tradition, deren Anfänge bei Fritz Mauthner zu suchen sind. Nachdem Mauthner den Brief als "das erste dichterische Echo nach meiner 'Kritik der Sprache'" liest, wendet Hofmannsthal ein, die sprachkritischen...

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