Show Less
Restricted access

Komparative Ästhetik(en)

Series:

Edited By Ernest W.B. Hess-Lüttich, Meher Bhoot and Vibha Surana

Dieses Buch zu Komparatistischen Studien im Bezirk von Ästhetik, Text- und Kulturwissenschaften widmet sich im Rahmen der interkulturellen Germanistik den Beziehungen nicht nur zwischen Literaturen, sondern auch zwischen anderen Künsten (Malerei, Bildhauerei, Musik, Film, TV) oder zwischen Gattungen (Drama, Prosa, Lyrik, Oper, Tanz, TV-Formate, Blogs), zwischen ‚alten‘ und ‚neuen‘ Medien (Buch/Hörbuch, Literatur/Film, Roman/Drehbuch, Fantasy Genres/Computer Games). Der ästhetische Erkenntnisgewinn lässt sich aus komparatistischer Perspektive noch erweitern, wenn germanistische Ansätze in Afrika, Amerika, Asien, Australien zur Analyse künstlerischen Schaffens in Sprache, Literatur, Medien in Bezug gesetzt werden mit dem Ziel der Entwicklung einer Pluralität von Perspektiven auf Gegenstände ‚Komparativer Ästhetik(en)‘.

Show Summary Details
Restricted access

Von einer Ästhetik des Hässlichen zu einer Ethik des Ähnlichen. Prostituierte in Kunst, Literatur und Film (Christiane Schönfeld)

Extract

Christiane Schönfeld (Limerick, Irland)

Von einer Ästhetik des Hässlichen zu einer Ethik des Ähnlichen

Prostituierte in Kunst, Literatur und Film

This essay examines aesthetic mechanisms in the context of an intermedial analysis focusing on the symbolic representation of prostitutes. Especially the affective economies in literary texts such as Margarete Böhme's Das Tagebuch einer Verlorenen (Diary of a Lost Girl, 1905) and Dida Ibsens Geschichte (Dida Ibsen's Story, 1907), and the novels' adaptations by filmmaker Richard Oswald in 1918 are of interest here. The essay focuses especially on Böhme's and Oswald's use of a melodramatic repertoire and its affective power in an effort to identify an ethics of similarity proposed by both the author and, especially, the director at a time of radical political and social change.

Dieser Aufsatz beschäftigt sich im Kontext einer intermedialen Analyse mit der symbolischen Repräsentation von Prostituierten und untersucht ästhetische Mechanismen, die zu einer Auseinandersetzung mit dem Menschlichen, Alltäglichen und somit Ähnlichen als politischem Anspruch der Produktion greifen. Vor allem das melodramatische Affektrepertoire, dessen sich sowohl die Autorin Margarete Böhme, als auch Richard Oswald in seinen Verfilmungen (1918) von Böhmes Romanen Das Tagebuch einer Verlorenen (1905) und Dida Ibsens Geschichte (1907) bedient, wird zum Fokus dieser Untersuchung. Der kulturkritische Modus innerhalb dieses inszenierten Verfahrens, das sich der Affektrhetorik bedient, soll verhindern, dass 'gefallene Mädchen' und Prostituierte nur in ihrer Differenz wahrgenommen werden. Diese rezeptive Steuerung, die sowohl bei...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.