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denken, schreiben, tun

Politische Handlungsfähigkeit in Theorie, Literatur und Medien

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Edited By Amália Kerekes, Marion Löffler, Georg Spitaler and Sabine Zelger

Die Leitfrage des Bandes bezieht sich auf das interpretatorische Potenzial des Begriffs agency, verstanden als individuelle und kollektive Handlungsfähigkeit, wie sie in der politischen Theorie zentral ist. Möglichkeit und Effektivität demokratischer Praxis wurde im Zuge politischer Krisendiagnosen westlicher Gesellschaften infrage gestellt, so zum Beispiel in der Debatte um »Postdemokratie«. Vor dem Hintergrund dieser gegenwärtigen Problematik, nehmen die Beiträge des Bandes auch historische Tiefenbohrungen vor und erkunden, wie im Lauf des 20. Jahrhunderts und aktuell politische Denk- und Handlungsräume an den Schnittstellen von Theorie, Literatur und Medien bearbeitet und erschlossen wurden und werden.

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AutorInnen

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AutorInnen

Charlotte Coch promoviert in Literaturwissenschaft am Institut für Deutsche Sprache und Literatur an der Universität Köln. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die systemtheoretische Literaturwissenschaft sowie damit zusammenhän- gende Fragen der Formästhetik und Romantheorie.

Publikationen zum Thema: Lebensform und Möglichkeit des Romans. In: Schliff 5 (Dezember 2016), S. 121–129.

Dorottya Csécsei ist Doktorandin am Germanistischen Institut der Eötvös-Lo- ránd-Universität in Budapest. Ihre Forschungsschwerpunkte sind experimentelle Poesie und Kunst in Österreich und Ungarn mit Fokus auf Grenzerscheinungen sowie Kultur- bzw. Ideologiekritik.

Publikation zum Thema: Ideológia és reprezentáció – Ideologie und Repräsenta- tion – Ideology and Representation: Artists, Film Makers and Theorists Related to Hungary and Austria in Conversation. Wien, 2013 (Autorin und Herausgebe- rin mit Nathalie Koger)

Amália Kerekes ist Literaturwissenschaftlerin am Germanistischen Institut an der Eötvös-Loránd-Universität in Budapest. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Pressegeschichte in der Zwischenkriegszeit.

Publikation zum Thema: Wartezeit. Studien zur Geschichte der ungarischen Emigration in Wien 1919–1926. Würzburg: Königshausen & Neumann 2018. Bálint István Kovács ist Doktorand am Germanistischen Institut der Eötvös- Loránd-Universität in Budapest. Seine Forschung konzentriert sich auf frühe deutschsprachige Horrorfilme, auf Digital Humanities, u.a. webbasierte For- schungsdatenbanken und Visualisierungslösungen, sowie Visual Computing, insb. Computergrafik und VR/MR/AR.

Christoph Leitgeb ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kulturwis- senschaften und Theatergeschichte der Österreichischen Akademie der Wissen- schaften und Redakteur der literaturwissenschaftlichen Zeitschrift Sprachkunst. Seine Forschungsschwerpunkte sind österreichische Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, Stilistik, Rhetorik und Literaturtheorie.

Jüngere Publikationen zum Zusammenhang von Unheimlichem und Erinne- rung: Untergrabene Balkone: Zum Verhältnis von Unheimlichkeit und Subver- sion in einem Text aus Ilse Aichingers »Schlechte Wörter«. In: Arvi Sepp, Gunther Martens (Hg.): »Gegen den Strich.« Das Subversive in der deutschsprachigen ←7 | 8→Literatur nach 1945. Berlin: Lit 2017, S. 71–84; Der Un-Ort der Erinnerung: Ein literarischer Topos bei Lebert, Bernhard, Jelinek – und seine Geschichte. In: Hei- demarie Uhl, Ljiljana Radonic (Hg.): Gedächtnis im 21. Jahrhundert. Zur Neu- verhandlung eines kulturwissenschaftlichen Leitbegriffs. Bielefeld: transcript 2016, S. 225–240.

Marion Löffler ist Politikwissenschaftlerin, Projektmitarbeiterin und Lekto- rin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien. Ihre Forschungs- schwerpunkte umfassen Staats- und Demokratietheorien, Parlamentarismus, politikwissenschaftliche Geschlechterforschung sowie fiktionale Literatur in der politischen Ideengeschichte.

Publikationen zum Thema: Jacques Rancière in parliament: practising demo- cracy in plenary debates. In: Parliaments, Estates and Representation 38/1, 2018, S. 34–48; Transformationen männlicher Herrschaft. Symbolische Gewalt, Geschlecht und Staatlichkeit bei Pierre Bourdieu. In: Michael Hirsch, Rüdiger Voigt (Hg.): Symbolische Gewalt. Politik, Macht und Staat bei Pierre Bourdieu. Nomos: Baden-Baden 2017, S. 145–166.

Elena Messner ist als Schriftstellerin und Kulturwissenschaftlerin tätig, sie lebt derzeit in Marseille und unterrichtet am Institut für Germanistik an der Univer- sität Aix/Marseille. Mit Eva Schörkhuber leitet sie die Kulturplattform textfeld südost und organisiert u.a. die Wiener Soundspaziergänge.

Publikationen: Das lange Echo. Roman. Wien: Edition Atelier 2014; In die Tran- sitzone. Roman. Wien: Edition Atelier 2016; Postjugoslawische Antikriegsprosa. Wien: Turia + Kant 2014.

Peter Plener ist Literatur-, Medienwissenschaftler und Historiker. 1993–2005 Lehre an Universitäten, seit 2004 Tätigkeiten im Parlament, im Bundespresse- dienst, in div. Regierungskabinetten und in der Sektion öffentlicher Dienst und Verwaltungsinnovation. Forschungsschwerpunkte und Publikationen zu Lite- ratur, Medientheorie und -geschichte, Fußball, österr.-ungar. Monarchie sowie Verwaltung, Kulturtechniken und Digitalisierung.

Publikationen zum Thema u.a.: Annotation, Bleistiftspur und Cetologie. In: Christian Huber, Roland Innerhofer (Hg.): Spielräume. Wien: Löcker 2016, S. 54–62; Der Medienverbund Kriegspressequartier und sein technoroman- tisches Abenteuer 1914–1918. Eine Auflösung. In: Milka Car, Johann Georg Lughofer (Hg.): Repräsentationen des Ersten Weltkriegs in zentraleuropäischen Literaturen. Zagreb: Dominović 2016, S. 255–270.

Gabriella Rácz ist Literaturwissenschaftlerin am Institut für Germanistik und Translationswissenschaft an der Pannonischen Universität Veszprém. Ihre ←8 | 9→Forschungsschwerpunkte sind Literatur der Moderne, Narratologie, Literatur und Musik.

Publikationen zum Thema: Themenheft Hermann Broch: Poetik, Psychologie und Philosophie der Krise(n) (hg. gem. mit Endre Kiss) der Zeitschrift für Mit- teleuropäische Germanistik (hg. v. Csaba Földes, Attila Németh und Gabriella Rácz), 2014/1; Gebrochene Kontinuität. Ästhetik und Ideologie in Arnold Zweigs Prosa der Nachkriegszeit. In: Detlef Haberland (Hg.): Ästhetik und Ideologie 1945. Wandlung und Kontinuität poetologischer Paradigmen in Wer- ken deutschsprachiger Schriftsteller. München: De Gruyter Oldenbourg 2017, S. 89–100.

Martin Reiterer ist Deutschlehrer und freier Journalist, lebt in Wien. Er befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Medium Comic.

Veröffentlichungen u.a. in folgenden Medien: Wiener Zeitung, Augustin, Literatur und Kritik, springerin, wespennest.

Drehli Robnik ist Theoretiker in Sachen Film & Politik, Essayist, Gelegen- heitskritiker, Edutainer. »Lebt« in Wien-Edberg. Seine Tätigkeit gilt Konzepten der Wahrnehmung politischer und sozialer Machtverhältnisse und Subjekti- vierungen in öffentlichen Inszenierungen (insbes. Film/Kino, Popmusik, Public History). Doktorat Uni Amsterdam (2007). Er ist Herausgeber u.a. der Film- Schriften von Siegfried Mattl (2016).

Jüngste Monografien: Kontrollhorrorkino: Gegenwartsfilme zum prekären Regieren. Wien: Turia + Kant 2015; DemoKRACy: Siegfried Kracauers Poli- tik*Film*Theorie [erscheint 2019].

Eva Schörkhuber ist Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin. Ihre For- schungsschwerpunkte sind Archiv- und Gedächtnistheorien sowie erinnerungs- politische Aspekte in zeitgenössischen literarischen Texten.

Aktuelle Publikationen: Nachricht an den Großen Bären, Roman. Wien: Edi- tion Atelier 2017; gemeinsam mit Matthias Schmidt: Abgründe des Erzählens. In: Anna Babka, Marlen Bidwell-Steiner, Wolfgang Müller-Funk (Hg.): Broken Narratives. Wien: Vienna University Press 2016, S. 147–178; Quecksilbertage. Roman. Wien: Edition Atelier 2014.

Georg Spitaler ist Politologe und Historiker am Verein für Geschichte der Arbei- terInnenbewegung, Wien (VGA). Forschungsschwerpunkte: Politische Theorie und Cultural Studies, Fragen des Politischen im Sport, ArbeiterInnengeschichte. Aktuelle Publikationen zum Thema: »Cheers!«. Zur Theoretisierung von Postfe- minismus, Subversion und politischer Handlungsfähigkeit in Denice Bourbons »Stories of a Fabulous Queer Femme in Action«. In: Tobias Gerber, Katharina ←9 | 10→Hausladen (Hg.): Compared to What? Pop zwischen Normativität und Subver- sion. Wien: Turia + Kant 2017, S. 93–110; Theoriearbeit in der Politikwissen- schaft. Wien: Facultas 2012 (hg. mit Eva Kreisky und Marion Löffler).

Judit Szabó ist wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für deutsche Litera- turwissenschaft der Universität Szeged. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Dra- men- und Tragödientheorien, Medientheorien und kognitive Poetik.

Publikationen zum Thema: Psychologische Stressoren, kognitive Stimulatoren? Über FPS und die Killerspiel-Debatte. In: Christine Ansari (Hg.): Adoleszenz in Medienkontexten. Literaturrezeption, Medienwirkung und Jugendmedien- schutz. Frankfurt/M.: Peter Lang 2016, S. 217–236.

Katalin Teller ist Kulturwissenschaftlerin am Lehrstuhl für Ästhetik der Eötvös- Loránd-Universität in Budapest. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Theorien und Geschichte der Populärkultur in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, his- torische Ausstattungspantomimen im Zirkus.

Publikationen zum Thema: Budapester Kulturkonsum und Konsumkultur während der Räterepublik am Beispiel des Buchwesens. In: Christian Koller, Matthias Marschik (Hg.): Die ungarische Räterepublik 1919: Innenansichten, Außenperspektiven, Folgewirkungen. Wien: Promedia 2018 [im Druck]; Der Weltreisende Colin Roß vor deutschem und österreichischem Publikum: Mas- senkulturelle Vermarktung von Kriegserfahrung und Abenteuer (1912–1938). Frankfurt/M.: Peter Lang 2016.

Kende Varga ist Doktorand am Germanistischen Institut der Eötvös-Loránd- Universität in Budapest. Im Zentrum seiner Forschungen steht die rumänien- deutsche Lyrik der 1970er Jahre, mit besonderer Rücksicht auf das Literaturerbe der Aktionsgruppe Banat und ihr näheres literarisches Umfeld.

Sabine Zelger ist Literaturwissenschaftlerin und Fachdidaktikerin am Institut für Germanistik an der Universität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Politik und Literatur mit Fokus auf Bürokratie, Staat und Didaktik.

Publikationen zum Thema u.a.: Habsburgs Despotie und die Hochkultur des Asservierens. Zum Aufheben und Liegenlassen österreichischer Bürokratie- literatur. In: Studia austriaca 25 (Juni 2017), S. 63–82; Globale Finanzkrisen – nationale Erzählungen? Aufteilungen des Sinnlichen rund um 1929 und 2008. In: Konrad Becker, Martin Wassermair (Hg.): Fiktion und Wirkungsmacht. Wien: Löcker 2016, S. 45–56.

Anna Zsellér ist promovierte Germanistin und Vorsitzende der Stiftung »Drei Raben« in Budapest, zuständig für die Koordination der literarischen Programme ←10 | 11→im Kaffeehaus Drei Raben/Három Holló. Sie veröffentlicht Literaturkritiken, Rezensionen und Übersetzungen im Bereich von Literaturwissenschaft und -theorie. Ihr Forschungsinteresse liegt derzeit bei geschichtlichen Problemen der Kunstkritik bei den Autoren der Kritischen Theorie. Übersetzungen ins Ungari- sche von Walter Benjamin, David E. Wellbery und Friedrich A. Kittler.

Kürzlich erschienen: Wenn die Dichtung ein Kaffeehaus wäre. Festschrift zum 65. Geburtstag von Wilhelm Droste. Budapest: Kalligram 2018 (hg. mit Lajos Adamik, Edit Király, Ágnes Relle).