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Rassismus in Geschichte und Gegenwart

Eine interdisziplinäre Analyse. Festschrift für Walter Demel

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Edited By Ina Ulrike Paul and Sylvia Schraut

Rassismus als Ideologie der Ausgrenzung funktioniert transnational, interkulturell, global. Die gesellschaftliche Aktualität und Relevanz des Themas ist unbestritten. Biogeographischer Rassismus geht nicht selten mit Antisemitismus, Antifeminismus oder neuerdings Rechtspopulismus enge Verbindungen ein. Diese Verschränkung des Rassismus mit anderen „-ismen" der Moderne veranschaulicht die Interdisziplinarität der Beiträge in diesem Buch. Sie liefern einen weitgefächerten Überblick über die Ansätze und Methoden der Kultur- und Sozialwissenschaften im Umgang mit dem Forschungsthema „Rassismus". In Fallbeispielen werden die „Grundlagen des rassistischen Denkens" dargestellt und mit systematischem Zugriff der „Rassismus in seiner Verschränkung" bearbeitet.

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The Roots of Racial Constructions: German Physicians and Their Two-Century Quest for the Japanese Origins

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Resümee: Vor annähernd fünf Jahrhunderten gingen erstmals Europäer in Japan an Land. Die Faszination der Europäer für Land und Leute allerdings war schon vor dieser ersten Begegnung ausgeprägt und sie blieb es auch. Die europäischen Japan-Reisenden bildeten den wichtigsten Auslöser dafür, das Land mit einem weiter gefassten Rassenparadigma in Verbindung zu bringen, das sich im Westen seit der Frühen Neuzeit herausgebildet hatte. Unter diesen spielten deutsche Ärzte - zuerst diejenigen, die im Dienst der niederländischen VOC standen, und später diejenigen, die Lehrer im Dienst der japanischen Regierung waren – eine wichtige Rolle für die zeitgenössische Wahrnehmung des japanischen Volkes. Dieser Aufsatz nimmt drei namhafte deutsche Ärzte und ihre Forschungsbemühungen um die rassischen Ursprünge des japanischen Volkes in den Blick: Engelbert Kaempfer (1651–1716), Philipp Franz von Siebold (1796–1866) und Erwin Baelz (1849–1913). Neben dem biographischen Fokus wird untersucht, wie die nationale Identität und die beruflich-wissenschaftliche Ausbildung dieser Protagonisten ihre Fähigkeit beeinflusste, diese ihre Interessen zu verfolgen, und ob ihre Aktivitäten von etwas spezifisch ‚Deutschem‘ unterlegt waren.

Japan emerged rather late within Europe’s body of geographical and ethnographical knowledge. The first time it appeared in European sources was as in 1300, when the Italian merchant and traveller Marco Polo mentioned the exotic island of Chipangu in his popular manuscript. It took more than another two centuries, however, for an actual encounter with Japanese to materialize. The...

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