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«Linguistic Landscape» und Fremdsprachendidaktik

Perspektiven für die Sprach-, Kultur- und Literaturdidaktik

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Edited By Camilla Badstübner-Kizik and Věra Janíková

Die Texte des Buches sind im Kontext einer medien- und kulturaufmerksamen Fremd- und Zweitsprachendidaktik verankert und stellen Aspekte heraus, die in der Diskussion zum didaktischen Potenzial von Linguistic Landscapes noch wenig Beachtung fanden. Die thematische Breite reicht vom interkulturellen Lernen über historisches Lernen in Verbindung mit dem Konzept der Erinnerungsorte, Sprach-, Kultur- und Literaturdidaktik, Fremd- und Zweitspracherwerbsforschung bis zur Sprach(en)politik. Die Fülle an Anwendungsfällen und Reflexionen zeigt, in welche Richtungen sich das lebendige Forschungsfeld Linguistic Landscape aus der Perspektive der Fremdsprachendidaktik entwickeln könnte. Das Buch stellt einen wichtigen Beitrag zu einer Didaktik der Linguistic Landscape dar. (Ass. Prof. Dr. Silke Pasewalck, Universität Tartu)

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Linguistic Landscapes im Fremdsprachenunterricht – Perspektiven für die Sprach-, Kultur- und Literaturdidaktik

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Silke Pasewalck

„Die eigene und fremde Umgebung aus anderen, sozusagen aus ‚Sprach-Augen‘, zu betrachten und kennenzulernen“, so beschreiben Sabine Jentges und Paul Sars den Reiz, den der Ansatz von Linguistic Landscape bietet. Dies ist zugleich ein Anreiz, diesen Ansatz konzeptuell auf den Fremdsprachenunterricht anzuwenden, den Unterricht damit aus dem künstlichen Schonraum Klassenzimmer zu befreien und zu versuchen, lebendige Sprache und kulturelle Kompetenz in und anhand der sozialen Wirklichkeit zu erwerben. Sowohl die Idee, die Schule als Lernort durch die außerschulische Wirklichkeit zu ersetzen, als auch die Hinwendung zu authentischem Sprachmaterial sind nicht neu. Doch folgen sie nun keinem ‚Diktum des Authentischen‘ oder einem Paradigma wie dem kommunikativen Lernen, sondern die wachsende Sprachlandschaft wird als ein Reservoir an Sprachmaterial verstanden, mit dem man innerhalb und außerhalb des Unterrichts, gesteuert oder ungesteuert, eine Fremdsprache erlernen und eine Kultur kennenlernen kann. Man darf auch vermuten, dass ambitionierte Lehrende bereits seit Jahren die zunehmende Textdichte bzw. Zeichenfülle unserer Umwelt zu nutzen versuchen, wie sich dies auch mehr und mehr in Lehrmaterialen andeutet. Linguistic Landscape als Konzept zu explizieren und eine entsprechende Didaktik zu entwickeln, liegt angesichts des Reichtums an ständig wachsendem Sprachmaterial, das auch medial mehr und mehr zugänglich wird, wahrlich nahe. Zudem ist die Auseinandersetzung mit ausgewählten Objekten aus dem vielfältigen sprachlichen Zeichenangebot im öffentlichen bzw. halböffentlichen Raum auch pädagogisch sinnvoll, weil entdeckendes, projektgestütztes, autonomes, kreatives und reflektierendes Lernen gefördert wird. Auf die Möglichkeiten für Deutsch als...

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