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Vornamen als Indikatoren gesellschaftlicher Entwicklungen

Nachgewiesen an einer Ahnenlinie vom 17. Jahrhundert bis 2018

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Inge Pohl

Mit dem Verständnis von Vornamengebung als eines sozialen Akts widmet sich die Studie Vornamen in einer im Jahr 2018 existenten Familie und deren Ahnenlinien bis ins 16./17. Jahrhundert zurück. Die Problematik besteht darin, dass sich das gesellschaftspolitische Determinationsgefüge der Ahnenfamilien um 1800 mit der Ansiedlung in einer deutschen Sprachinsel im polnischsprachigen Umfeld sowie im Jahr 1945 mit deren Auflösung grundlegend verändert hat. Im Rahmen einer soziolinguistisch orientierten Onomastik weist die Autorin diachron-synchron nach, dass in den gewählten Vornamen tradierte private Motivationen und die reaktive Kundgabe einer gesellschaftsbezogenen Meinung der Namengeber mitschwingen. Auf die diskontinuierliche gesellschaftspolitische Entwicklung reagieren die Sprachinselbewohner gegenläufig mit Sprachbewahrung, nicht mit erwartbaren qualitativen Wechseln der Vornamengebung.

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Anhang

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Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Geburts-/Taufurkunde von Martin Kowalski (1786)

Abb. 2: Zeittafel über die staatliche Zugehörigkeit von Kalisz

Abb. 3: Geburts-/Taufurkunde von Johann Paul Kolbe (1882)

Abb. 4: Aussiedlerliste mit dem Siedlernamen Martin Freiburger

Abb. 5: Aussiedlerliste mit dem Siedlernamen Tobias Wildemann

Abb. 6: Im „Kalischer Kammerdepartement“ bis 1806 entstandene Kolonien

Abb. 7: Siedler in Hochweiler zwischen 1801/1802 und 1805 (Schiewe 2000:323f.)

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