Show Less
Restricted access

« Oser plus de social-démocratie » La recréation et l’établissement du Parti social-démocrate en RDA

Mit einer deutschen Zusammenfassung

Series:

Etienne Dubslaff

Cette étude retrace l’année d’existence autonome du Parti social-démocrate en RDA depuis sa fondation à la veille de la chute du Mur jusqu’à la réunification allemande. D’abord parti résolument révolutionnaire à l’encontre du régime de la RDA, le SDP puis SPD se mue progressivement en acteur majeur de la scène politique est-allemande et nationale. À aucun moment, il ne cesse d’affirmer une identité sociale-démocrate est-allemande originale. Au-delà de leurs actes, les aspirations des membres fondateurs sont au centre de ce livre.

Dieses Buch befasst sich mit dem Werdegang der Sozialdemokratischen Partei in der DDR von ihrer Gründung kurz vor dem Mauerfall bis zur staatlichen Vereinigung Deutschlands. Die ursprünglich revolutionäre, gegen die SED gerichtete Partei wird nach der friedlichen Revolution zunehmend zu einem wichtigen Akteur in der DDR und in beiden Teilen Deutschlands. Dabei hält die SDP/SPD stets eine originelle, ostdeutsch geprägte sozialdemokratische Identität hoch. Neben den Handlungen der Partei stehen auch die Hoffnungen und Wünsche der Gründergeneration im Vordergrund.

Show Summary Details
Restricted access

Ausführliche deutsche Zusammenfassung

Extract



Einleitung

„Nun wächst zusammen, was zusammen gehört“

Dieser prägende Satz, den der ehemalige Regierende Bürgermeister von Berlin und Bundeskanzler a.D. Willy Brandt am Tag nach dem Fall der Berliner Mauer gesagt haben soll, bleibt im kollektiven Gedächtnis als ein Meilenstein.1011 Die große Identifizierungsfigur der deutschen Sozialdemokratie deutete somit den 9. November 1989 als den Tag, an dem die widernatürliche Teilung des deutschen Volkes zwischen der am 23. Mai 1949 gegründeten Bundesrepublik Deutschland und der am folgenden 7. Oktober entstandenen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) überwunden wurde, und eröffnete somit die Perspektive einer möglichen staatlichen und nationalen Wiedervereinigung. Mit dieser Interpretation war Brandt nicht allein. Viele Historiker sehen in dem Mauerfall den Anfang eines unaufhaltsamen Prozesses in Richtung deutsche Einheit, die am 3. Oktober 1990 mit dem Beitritt der am 22. Juli 1990 gegründeten „neuen Bundesländer“ zum Geltungsbereich des Grundgesetzes nach Artikel 23 GG ihre staatliche Vollendung fand. Unter diesem Gesichtspunkt bilden für die Anhänger jener These der „10-Punkte-Plan“ des christlich-demokratischen Bundeskanzlers Helmut Kohl vom 29. November 1989, die freie Volkskammerwahl am 18. März 1990 und die Einführung der Deutschen Mark (DM) auf dem Gebiet der DDR im Zuge der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion am 1. Juli 1990 lediglich die Zwischenetappen hin zu dem von Anbeginn ersehnten Ende. Stellvertretend für die Bundesrepublik erscheint der „Einheitskanzler“ Kohl als der große historische Sieger über eine rund vierzigjährige Konfrontation...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.