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CoCo-Bonds

Praxis und Dogmatik bedingter Pflichtwandelanleihen

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Stefan Gohling

CoCo-Bonds sind Anleihen, die beim Eintritt eines vordefinierten Ereignisses – in der Regel ein Krisenszenario – in Eigenkapital des Emittenten umgewandelt werden. Als Emittenten kommen insbesondere Banken in Betracht. Das Instrument wurde kreiert, um im Fall einer Bankenkrise oder -insolvenz durch Beteiligung bestimmter Gläubiger zur Stabilität der Märkte beizutragen. Dieses Ziel kann jedoch nur bei richtiger Ausgestaltung erreicht werden. Anderenfalls drohen gefährliche Anreize für verschiedene Marktteilnehmer. Auch die automatische Umwandlung erweist sich als juristisch sehr komplex. Die Publikation geht auf wichtige Ausgestaltungsparameter ein, entwickelt neue dogmatische Begründungen der Umwandlung und ordnet CoCo-Bonds in das System des neuen Bankensanierungs- und Abwicklungsregimes ein.

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Vorwort

Vorwort

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Die vorliegende Arbeit wurde im Wintersemester 2017/2018 vom Fachbereich Rechtswissenschaft der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn als Dissertation angenommen. Vorausgegangen war ein über vierjähriger Entstehungsprozess insbesondere an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sowie an der Freien Universität Berlin. In dieser veröffentlichten Fassung konnte der Sach- und Literaturstand bis Oktober 2018 berücksichtigt werden.

Die Arbeit befasst sich mit wesentlichen bankrechtlichen, gesellschaftsrechtlichen und ordnungspolitischen Fragestellungen, die sich im Zusammenhang mit CoCo-Bonds stellen. Breiter Raum muss bei der Untersuchung eines solchen Finanzinstruments neben dogmatischen Überlegungen insbesondere auch der Praxis eingeräumt werden, die an einigen Stellen im Widerspruch zu theoretischen Überlegungen steht. Insbesondere hieraus ergibt sich Potential zu Diskussionen und zu Verbesserungen der in der Praxis bereits bestehenden Instrumente.

Mit der provokanten Frage, ob CoCo-Bonds denn überhaupt genügend dogmatisches Material für eine Dissertation liefern könnten, lud mich ein Partner einer Magic Circle-Kanzlei Anfang 2018 zur Diskussion über diese Instrumente ein. Er war selbst federführend beteiligt an der Ausgestaltung einiger in dieser Arbeit genannter Emissionen. Meine Antwort lautete und lautet nach wie vor: CoCos bieten mehr als genug Stoff für ausführliche wissenschaftliche Untersuchungen.

„Contingent capital is not an abstract academic idea, nor is the debate over its design remote and theoretical […]. Thus, contingent capital is a relevant policy option […], but its optimal design remains open to legitimate and necessary debate.“1

Ein Grund mag darin liegen, dass sie sich als überaus komplexes Konstrukt erweisen. Der wohl wichtigste Grund...

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