Show Less
Restricted access

Ichbewusstsein – Gruppenbewusstsein

Die Energiebasis und ihre logischen Folgen

Sander Wilkens

Die Weltgeschichte hat einige Kehren – und Kehrseiten – erlebt, theoretisch dreht sie sich noch immer um das Einzelbewusstsein. Praktisch trifft dies nicht mehr zu, seit einigen Dezennien hat das Gruppenbewusstsein das Zentrum übernommen. Das einzelne oder individuelle hat sich ihm nach- oder unterzuordnen, es mag auch das gemeinschaftliche heißen. Warum das möglich ist, und beides zugleich, der Wandel und sein ganz anderer, geradezu gegenteiliger Anschein, hat mehrere Gründe. Der erste ist die fundamentale Basis, die Energie. Es gilt, selbige ins Zentrum zu heben, dabei aber nicht auf die naturwissenschaftliche (genetische oder neurologische) zu beschränken. Die anderen Gründe haben allesamt mit der Logik zu tun, dem Schlüssel, der an und für sich der Philosophie gebührt.

Show Summary Details
Restricted access

I. Einführung

Extract

← 60 | 61 →

I.  Einführung

1.  Systematik

1.1  Definition, begriffliches Umfeld

Die Einführung wird das Thema erläutern und eine erste begriffliche Definition des Gruppenbewusstseins anbieten und entfalten. Hierbei gilt es das begriffliche Umfeld zu gliedern und zu überschauen, die gesellschaftswissenschaftlichen Begriffe wie Klan, Horde und Kohorte, die umgangssprachlichen und allgemeinwissenschaftlichen Begriffe wie Familie, Team, Stab, Stand (etwa Vorstand, Beistand, Stellvertretung, Kommission), Verein, Gesellschaft, Korporation, schließlich und nicht zuletzt jenen Begriff, der in der modernen Wissenschaft (Logik und Mathematik) sehr viel Intelligenz und Genauigkeit angezogen hat, die Menge bzw. der Mengenbegriff. Warum ist eine Menge keine Gruppe bzw. wie sind Gruppe und Menge ggf. zu definieren, damit man sie auseinanderhält? Hier gilt es zunächst (nicht etwa endgültig), sich von der formalen Bindung des Begriffs freizumachen und seine Historie seit der Antike zu verfolgen: die Meinungsbildung in der Menge, oder die Menge als Akteur, bzw. die Menge als Beobachter. Wohlbekannt tritt dieses Subjekt, modern gesprochen, seit den Texten von Platon und Aristoteles in Erscheinung, und etwa Cicero, der freilich die Griechen rezipiert oder ohne diese Voraussetzung undenkbar ist, übernimmt genau dasselbe Subjekt im Umkreis seiner, also der veränderten historischen Umstände des römischen Kaiserreichs bzw. seiner Etablierung. Diese Menge oder Gruppe von Zeitgenossen, stets als ein Ausschnitt oder die gesamte Bevölkerung einer Stadt gemeint, ist nicht immer pejorativ, wenngleich bereits in der Antike im Grundton. Es wird also darauf ankommen, sich die Bedingung der Meinungsbildung...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.