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Ichbewusstsein – Gruppenbewusstsein

Die Energiebasis und ihre logischen Folgen

Sander Wilkens

Die Weltgeschichte hat einige Kehren – und Kehrseiten – erlebt, theoretisch dreht sie sich noch immer um das Einzelbewusstsein. Praktisch trifft dies nicht mehr zu, seit einigen Dezennien hat das Gruppenbewusstsein das Zentrum übernommen. Das einzelne oder individuelle hat sich ihm nach- oder unterzuordnen, es mag auch das gemeinschaftliche heißen. Warum das möglich ist, und beides zugleich, der Wandel und sein ganz anderer, geradezu gegenteiliger Anschein, hat mehrere Gründe. Der erste ist die fundamentale Basis, die Energie. Es gilt, selbige ins Zentrum zu heben, dabei aber nicht auf die naturwissenschaftliche (genetische oder neurologische) zu beschränken. Die anderen Gründe haben allesamt mit der Logik zu tun, dem Schlüssel, der an und für sich der Philosophie gebührt.

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III. Das Wir als repräsentative Rede

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III.  Das Wir als repräsentative Rede

1.  Einführung (allgemein-systematisch): Exempel A, B und C

(A) Wir beginnen mit einer Übung, in der wir aus unserer eigenen Perspektive erkennen können, was der Aufbau einer persönlichen Beziehung bedeutet.

Kommentar: Der Satz ist unverfänglich und scheinbar Commonsense, dem Gemeinverstand sofort zugänglich. Dessen ungeachtet macht er Voraussetzungen, die offensichtlich ein bereits gewachsenes und dennoch selbstverständliches Gruppenbewusstsein beinhalten: (i) die angesprochenen Personen der 1.Person Plural sind nicht einzeln auszuzählen (nicht ein jeweils einzelnes ich plus ich…), sondern ausdrücklich Subjekt eines gemeinsamen Bewusstseins, dass sich (a) durch eine gemeinsame Übung behauptet, (b) einer eigenen Perspektive unterliegt (also weder nur Perspektive der ersten oder dritten, singularischen Person). Diese wiederum bedingt (c), ein Ergebnis, nämlich sogar die Erkenntnis, wie sich der Aufbau einer persönlichen Beziehung gestaltet. Man kann den Satz ein Stück weit relativieren, indem gruppendynamische Verfahren und Vorstellungen in die Arbeitswelt eindringen, denn aus diesem letzteren Bereich stammt der Satz, er ist aber (wie soeben) nicht reine oder ausschließlich Psychologie. Die Klärung seitens der Philosophie betrifft also Begriffe wie Perspektive, gemeinsame Handlung (Übung), ja sogar Erkenntnis durch ein Subjekt in der ersten Person Plural.

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(Bi) Diese Zusammensetzung unseres Vereins spiegelt das nun herrschende und sich weiter entwickelnde Wir-Gefühl wieder. [Wo früher zwischen ‚vor und hinter dem Wald‘ unterschieden wurde, wird künftig mit einer starken Stimme gesprochen...

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