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Ichbewusstsein – Gruppenbewusstsein

Die Energiebasis und ihre logischen Folgen

Sander Wilkens

Die Weltgeschichte hat einige Kehren – und Kehrseiten – erlebt, theoretisch dreht sie sich noch immer um das Einzelbewusstsein. Praktisch trifft dies nicht mehr zu, seit einigen Dezennien hat das Gruppenbewusstsein das Zentrum übernommen. Das einzelne oder individuelle hat sich ihm nach- oder unterzuordnen, es mag auch das gemeinschaftliche heißen. Warum das möglich ist, und beides zugleich, der Wandel und sein ganz anderer, geradezu gegenteiliger Anschein, hat mehrere Gründe. Der erste ist die fundamentale Basis, die Energie. Es gilt, selbige ins Zentrum zu heben, dabei aber nicht auf die naturwissenschaftliche (genetische oder neurologische) zu beschränken. Die anderen Gründe haben allesamt mit der Logik zu tun, dem Schlüssel, der an und für sich der Philosophie gebührt.

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IV. Das historische Subjekt

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IV.  Das historische Subjekt

‚Die ›1‹ als Einheit der Geschichte ist weder Anzahl noch Maßzahl, i.e. man muss ihr – gegen den methodisch rigiden Individualismus – eine kollektive Einheit (mit mindestens einem Fokus und Ebene) zugestehen, die sich spontan oder geradehin manifestiert und die entsprechende Gesetzmäßigkeit kollektiver Handlungen und Vorstellungsweisen entfaltet. [Auf diese Thematik wird in einer gesonderten Vorlesung zum historischen Subjekt eingegangen]‘209.

1.  Der Stellenwert der Evolution

Mit dieser Vorbemerkung möge das vorletzte Kapitel beginnen. Zunächst scheint die Frage überaus angemessen, ist das Thema inzwischen, in den sog. Zeitläuften, systematischer, interdisziplinärer oder tatsächlich nur historiografischer Natur. In verschiedenen Bereichen der Fakultäten, der Physik, Biologie, Informatik, hat sich die Erkenntnis verbreitet, dass der Mensch auf dem Apex einer Entwicklung angekommen ist, welche ihn tatsächlich, aufgrund von Praxis und anhängiger Wirklichkeit und nicht nur Vorstellung oder gar Einbildung, auf eine Strecke von nicht nur Tausenden, sondern Milliarden Jahren zurückblicken lässt (freilich stets der Annahme anhängig, dass die Evolution, selbst wenn selbiger keine Teleologie zugrunde liegt, immerhin die Einschaltung der menschlichen nicht ausklammern oder übergehen konnte, eine Auffassung, die mit großer Wahrscheinlichkeit, und sie sei nicht die sog. subjektive, zu neutral, nüchtern oder geradewegs falsch ist). „Diese Kapriole der Erkenntnis“ – sie hatte Hegel nicht zu unrecht motiviert, seinem Zeitalter eine geschichtsphilosophische, überdies grundlegend systematische, durch mehrfache Disziplin durchdachte Einsicht zuzumuten, es befände sich auf der Höhe...

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