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Staatenlexikon Europa

Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft

Edited By Andreas Dittmann and Wolfgang Gieler

Das Staatenlexikon vermittelt grundlegende Kenntnisse zu Geographie, Kultur, Politik und Wirtschaft der Staatenwelt Europas. In alphabetischer Reihenfolge – von Albanien bis Zypern – werden insgesamt 50 Staaten behandelt. Die Besonderheit des Lexikons besteht in der Analyse gegenwärtiger gesellschaftspolitischer und ökonomischer Entwicklungen als historisch bedingten Prozessen. In kompakter Form werden Informationen auf aktuellem Stand über die Bedingungen und Strukturen, Interessen und Ziele der Politik der Staaten Europas untereinander und in der internationalen Arena geboten. Zielgruppen sind vor allem Wissenschaftler, Studierende, Dozenten, Journalisten und sonstige Mittler politischer Bildung sowie alle politisch Interessierten. Ein Grundlagenwerk, das zur differenzierten Beurteilung Europas im Wandel beiträgt. Dabei wird der Begriff «Europa» räumlich großzügig interpretiert und auch über Ost- und Südosteuropa hinaus bis zum Kaukasus ausgedehnt.

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Albanien (Katharina Herborn)

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Katharina Herborn

Albanien

Naturraum und geographische Rahmenbedingungen

Albanien ist in Südosteuropa im äußersten Westen der Balkanhalbinsel gelegen. Die Republik grenzt im Norden an Montenegro und Kosovo, im Osten an Mazedonien, im Südosten an Griechenland und im Westen an das Ionische und Adriatische Meer. Die Ländergrenzen messen zusammen 691 km und die Küstenlinie 362 km. Im Südwesten beträgt die Entfernung zur griechischen Insel Korfu lediglich 2 km und zum italienischen Festland an der engsten Stelle, der Straße von Otranto, 73 km. Die Landesfläche beträgt 28.748 km2, von denen 44 % landwirtschaftlich genutzt werden, 28 % bewaldet sind und 28 % anderweitig genutzt werden. Die Bevölkerung ballt sich vor allem in der und um die Hauptstadt Tirana sowie in der Küstenebene und nimmt mit steigender Höhe abseits der Städte ab. Die Ländergrenzen Albaniens wurden seit ihrer Entstehung 1912/13 immer wieder verändert und stimmen heute nicht mit dem Verbreitungsgebiet der Bevölkerungsgruppe der Albaner überein.

Größtenteils gebirgig, mit über 40 Gipfeln über 2.000 m ü. M. und einer mittleren Erhebung von 708 m ü. M., lässt sich Albanien in vier Hauptlandschaften einteilen: Im Westen zwischen Vlora und Skutarisee verläuft die Küstenebene mit Schwemmlandgebieten, wohingegen die ionische Küste zum Ceraunischen Gebirge aufsteigt. Nördlich des Drin, zwischen dem Skutarisee und Valbona, verlaufen die albanischen Alpen als Teil des Dinarischen Gebirges, die über das Zentrale...

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