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Staatenlexikon Europa

Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft

Edited By Andreas Dittmann and Wolfgang Gieler

Das Staatenlexikon vermittelt grundlegende Kenntnisse zu Geographie, Kultur, Politik und Wirtschaft der Staatenwelt Europas. In alphabetischer Reihenfolge – von Albanien bis Zypern – werden insgesamt 50 Staaten behandelt. Die Besonderheit des Lexikons besteht in der Analyse gegenwärtiger gesellschaftspolitischer und ökonomischer Entwicklungen als historisch bedingten Prozessen. In kompakter Form werden Informationen auf aktuellem Stand über die Bedingungen und Strukturen, Interessen und Ziele der Politik der Staaten Europas untereinander und in der internationalen Arena geboten. Zielgruppen sind vor allem Wissenschaftler, Studierende, Dozenten, Journalisten und sonstige Mittler politischer Bildung sowie alle politisch Interessierten. Ein Grundlagenwerk, das zur differenzierten Beurteilung Europas im Wandel beiträgt. Dabei wird der Begriff «Europa» räumlich großzügig interpretiert und auch über Ost- und Südosteuropa hinaus bis zum Kaukasus ausgedehnt.

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Armenien (Andre Staarmann und Sascha Valentin)

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Andre Staarmann und Sascha Valentin

Armenien

Naturraum und geographische Rahmenbedingungen

Die Republik Armenien ist ein Binnenstaat im südlichen Kaukasus (Transkaukasus), der sich zwischen dem Kaspischen und dem Schwarzen Meer erstreckt. Sie grenzt im Norden an Georgien, im Osten an Aserbaidschan sowie die umstrittene Region Berg-Karabach, im Süden an den Iran und die Autonome Republik Nachitschewan (Aserbaidschan) und im Westen an die Türkei. Die gesamte Landesgrenze umfasst 1.570 km. Das Staatsgebiet dehnt sich auf 29.743 km2 zwischen dem 41. und 38. nördlichen Breitengrad und dem 43. und 46. östlichen Längengrad aus. Die Landesfläche teilt sich in 68,8 % landwirtschaftlich genutzte Fläche, 11,2 % Wälder und 11,3 % Naturschutzgebiete. Etwa 8,7 % stellen sonstige, nicht klassifizierte Flächen dar (NSA 2017a). Armenien ist ein von Gebirgszügen dominiertes Land, rund 47 % (14.000 km2) der gesamten Landesfläche sind davon bedeckt. Das Relief ist aufgrund der gebirgigen Lage sehr variabel. Etwa die Hälfte des Landes erstreckt sich auf Höhen über 2.000 m ü. M., während nur rund drei Prozent unter 650 m ü. M. liegen. Die niedrigsten Stellen befinden sich im Flusstal des Debed. Die Republik Armenien wird von Norden bis Südosten durch die Gebirgskette des Kleinen Kaukasus als Grenze zu Georgien und Aserbaidschan dominiert. Der Kleine Kaukasus erreicht durchschnittliche Höhen von 2.960 m ü. M. Am Rande des Kleinen Kaukasus finden sich kleinere Gebirgsketten wie etwa das Geghamagebirge...

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