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Staatenlexikon Europa

Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft

Edited By Andreas Dittmann and Wolfgang Gieler

Das Staatenlexikon vermittelt grundlegende Kenntnisse zu Geographie, Kultur, Politik und Wirtschaft der Staatenwelt Europas. In alphabetischer Reihenfolge – von Albanien bis Zypern – werden insgesamt 50 Staaten behandelt. Die Besonderheit des Lexikons besteht in der Analyse gegenwärtiger gesellschaftspolitischer und ökonomischer Entwicklungen als historisch bedingten Prozessen. In kompakter Form werden Informationen auf aktuellem Stand über die Bedingungen und Strukturen, Interessen und Ziele der Politik der Staaten Europas untereinander und in der internationalen Arena geboten. Zielgruppen sind vor allem Wissenschaftler, Studierende, Dozenten, Journalisten und sonstige Mittler politischer Bildung sowie alle politisch Interessierten. Ein Grundlagenwerk, das zur differenzierten Beurteilung Europas im Wandel beiträgt. Dabei wird der Begriff «Europa» räumlich großzügig interpretiert und auch über Ost- und Südosteuropa hinaus bis zum Kaukasus ausgedehnt.

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Belgien (Martin Schwarz)

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Martin Schwarz

Belgien

Naturraum und geographische Rahmenbedingungen

In geographischer Hinsicht gliedert sich Belgien von Nord nach Süd in insgesamt drei größere Landschaftsräume: Während das Niederbelgische Tiefland an seiner höchsten Stelle (südlich von Ypern in Westflandern) bis zu etwa 156 Meter über den Meeresspiegel ragt und aus einem parallel zur Küste verlaufenden 15–20 km breiten Streifen Marschland besteht, schließt sich im Süden das aus Brabant, Hasbengau (Osten) und Hennegau (Westen) geformte Mittelbelgien mit bis zu 200 Höhenmetern an. Die sogenannte Maas-Sambre-Furche bildet den Übergang zu dem waldreichen Mittelgebirgsland Hochbelgien, das maßgeblich durch die Täler geprägt ist, die von Maas, Ourthe und Vesdre in die auf Schiefer, Grauwacke und Quarzit aufbauenden Landschaften geschnitten wurden. Wo Niederbelgien als Hinterland der 65 km langen Nordseeküste durch die flämischen Niederungen und die Flüsse Leie und Schelde charakterisiert ist, zeichnet sich Mittelbelgien durch die fruchtbaren Lehmböden und das verstädterte Brabanter Land aus, das unter anderem den Waldbestand des Forêt de Soignes zu seinen bei den Touristen beliebten Attraktionen zählen kann. Demgegenüber ist Hochbelgien u. a. durch die Agrarstrukturen des Herver Landes und durch die für die Landwirtschaft nur bedingt nutzbaren Gebiete von Fagne und Famenne geprägt, die nach Süden hin in den waldreichen Gebieten der Ardennen ihren Abschluss finden, wo der Signal de Botrange (694 m ü. M.) als höchste Erhebung des...

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