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Staatenlexikon Europa

Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft

Edited By Andreas Dittmann and Wolfgang Gieler

Das Staatenlexikon vermittelt grundlegende Kenntnisse zu Geographie, Kultur, Politik und Wirtschaft der Staatenwelt Europas. In alphabetischer Reihenfolge – von Albanien bis Zypern – werden insgesamt 50 Staaten behandelt. Die Besonderheit des Lexikons besteht in der Analyse gegenwärtiger gesellschaftspolitischer und ökonomischer Entwicklungen als historisch bedingten Prozessen. In kompakter Form werden Informationen auf aktuellem Stand über die Bedingungen und Strukturen, Interessen und Ziele der Politik der Staaten Europas untereinander und in der internationalen Arena geboten. Zielgruppen sind vor allem Wissenschaftler, Studierende, Dozenten, Journalisten und sonstige Mittler politischer Bildung sowie alle politisch Interessierten. Ein Grundlagenwerk, das zur differenzierten Beurteilung Europas im Wandel beiträgt. Dabei wird der Begriff «Europa» räumlich großzügig interpretiert und auch über Ost- und Südosteuropa hinaus bis zum Kaukasus ausgedehnt.

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Luxemburg (Wolfgang Gieler)

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Wolfgang Gieler

Luxemburg

Naturraum und geographische Rahmenbedingungen

Das Großherzogtum Luxemburg, französisch Grand-Duché de Luxembourg, luxemburgisch Groussherzogtum Lëtzebuerg, ist ein Kleinstaat in Westeuropa. Das Land hat eine Nord-Süd-Ausdehnung von 82 Kilometern ← 310 | 311 → bzw. eine Ost-West-Ausdehnung von 57 Kilometern. Die Länge der Grenzen beträgt 356 Kilometer. Das Land hat gemeinsame Grenzen mit Belgien (148 km), Deutschland (135 km) und Frankreich (73 km). Die Gesamtfläche des Staatsgebiets umfasst 2.586 km2. Die Hauptstadt gleichen Namens liegt auf einem von den Flüssen Alzette und Pétrusse umflossenen Felsen.

Trotz der geringen geografischen Ausdehnung hat Luxemburg Anteil an zwei Großlandschaften: Der Norden des Landes, Ösling oder Eisslek, ist ein Teil der Ardennen, die zu den europäischen Mittelgebirgslandschaften gehören. Das Gebiet ist von ausgedehnten Wäldern, Grünflächen und Heiden bedeckt. Höchste Erhebung ist der 559 m ü. M. hohe Buurgplaatz. Der größere und flachere Süden, das Gutland, gehört zum lothringischen Schichtstufenland. Es hat fruchtbare Böden und besitzt wertvolle Eisenerzlager (Minette). Hauptflüsse sind die Sauer und die Mosel, die die Südostgrenze bildet.

Geschichte

1867 wurde nach Spannungen mit Frankreich im Londoner Vertrag die politische Unabhängigkeit des Landes festgelegt, gleichzeitig musste sich Luxemburg jedoch auch zu immerwährender Neutralität und „Nicht-Bewaffnung“ verpflichten. Trotz der Verletzung dieser Neutralität und der Besetzung des Großfürstentums im Ersten Weltkrieg durch deutsche Soldaten blieb...

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