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Staatenlexikon Europa

Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft

Edited By Andreas Dittmann and Wolfgang Gieler

Das Staatenlexikon vermittelt grundlegende Kenntnisse zu Geographie, Kultur, Politik und Wirtschaft der Staatenwelt Europas. In alphabetischer Reihenfolge – von Albanien bis Zypern – werden insgesamt 50 Staaten behandelt. Die Besonderheit des Lexikons besteht in der Analyse gegenwärtiger gesellschaftspolitischer und ökonomischer Entwicklungen als historisch bedingten Prozessen. In kompakter Form werden Informationen auf aktuellem Stand über die Bedingungen und Strukturen, Interessen und Ziele der Politik der Staaten Europas untereinander und in der internationalen Arena geboten. Zielgruppen sind vor allem Wissenschaftler, Studierende, Dozenten, Journalisten und sonstige Mittler politischer Bildung sowie alle politisch Interessierten. Ein Grundlagenwerk, das zur differenzierten Beurteilung Europas im Wandel beiträgt. Dabei wird der Begriff «Europa» räumlich großzügig interpretiert und auch über Ost- und Südosteuropa hinaus bis zum Kaukasus ausgedehnt.

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Malta (Michael M. Kretzer)

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Michael M. Kretzer

Malta

Naturraum und geographische Rahmenbedingungen

Malta ist ein Inselarchipel mit einer Fläche von ca. 316 km2 und liegt im Mittelmeer etwa 100 km südlich von Sizilien und 290 km nördlich von Afrika. Es besteht aus den drei bewohnten Inseln Malta (246 km2), dem kleineren Gozo (67 km2) und der sehr kleinen Insel Comino (3 km2). Daneben gehören drei weitere unbewohnte Inseln zum Staatsgebiet. Der anthropogene Einfluss während der letzten Jahrhunderte war auf Malta extrem prägend. Etwa 38 % des Staatsgebietes Maltas werden landwirtschaftlich genutzt bzw. sind kultiviert, weitere 15 % sind bewohnt oder werden als Gewerbeflächen genutzt. Dieser Anteil steigt ständig, wobei er für Malta 16 % und für Gozo lediglich 10 % beträgt. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche lag in den 1950er-Jahren sogar bei 56 %. Auf allen bewohnten Inseln gibt es keine ursprüngliche, nicht anthropogen überformte Landschaft, so existiert bspw. auf Malta kein ursprünglicher Wald, sondern nur äußerst vereinzelt angepflanzte Baumgruppen.

Auf Malta gibt es keinerlei Flüsse oder Seen und nur wenige Erhöhungen, wobei die Dingli Cliffs mit 253 m ü. M. bereits die höchste Erhebung aller drei bewohnten Inseln darstellen. Süßwasser zur Versorgung der Bevölkerung stammt aus Grundwasservorräten und Meerwasserentsalzungsanlagen. Die Vegetation ist sehr spärlich und es existieren kaum Wälder, zumal v. a. die Hauptinsel Malta sehr stark besiedelt ist. Als nat...

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