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Staatenlexikon Europa

Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft

Edited By Andreas Dittmann and Wolfgang Gieler

Das Staatenlexikon vermittelt grundlegende Kenntnisse zu Geographie, Kultur, Politik und Wirtschaft der Staatenwelt Europas. In alphabetischer Reihenfolge – von Albanien bis Zypern – werden insgesamt 50 Staaten behandelt. Die Besonderheit des Lexikons besteht in der Analyse gegenwärtiger gesellschaftspolitischer und ökonomischer Entwicklungen als historisch bedingten Prozessen. In kompakter Form werden Informationen auf aktuellem Stand über die Bedingungen und Strukturen, Interessen und Ziele der Politik der Staaten Europas untereinander und in der internationalen Arena geboten. Zielgruppen sind vor allem Wissenschaftler, Studierende, Dozenten, Journalisten und sonstige Mittler politischer Bildung sowie alle politisch Interessierten. Ein Grundlagenwerk, das zur differenzierten Beurteilung Europas im Wandel beiträgt. Dabei wird der Begriff «Europa» räumlich großzügig interpretiert und auch über Ost- und Südosteuropa hinaus bis zum Kaukasus ausgedehnt.

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Mazedonien (Jonas Schaaf)

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Jonas Schaaf

Mazedonien

Naturraum und geographische Rahmenbedingungen

Die Republik Mazedonien ist ein Binnenstaat auf der südosteuropäischen Balkanhalbinsel. Das Staatsgebiet liegt mit einer Ausdehnung von 25.713 km2 zwischen dem 40. und 43. nördlichen Breitengrad und dem 20. und 23. östlichen Längengrad und grenzt an Kosovo und Serbien im Norden, Bulgarien im Osten, Griechenland im Süden sowie Albanien im Westen. Sowohl die Republik Mazedonien als auch die griechische Region Makedonien (ägäisches Mazedonien) beanspruchen und verwenden den Namen durch ihre Berufung auf das antike makedonische Reich unter Alexander dem Großen, weshalb der Namensstreit das bilaterale Verhältnis beeinträchtigt. Weitere Teile der historischen Region Makedonien liegen zudem im Südwesten Bulgariens (Pirin-Mazedonien) sowie sehr kleine Gebiete im Süden Serbiens und im Osten Albaniens. Aufgrund seiner geographischen Lage ist Mazedonien ein traditionell wichtiger Raum in der Verbindung Zentraleuropas mit der Ägäis und den Ländern des Nahen Ostens.

Begünstigt wird diese Verbindung durch die Morava-Vardar-Furche, ein in Nord-Süd-Richtung verlaufender tektonischer Graben zwischen den Dinariden im Nordwesten und den Rhodopen im Osten. Diese seismisch aktive Region, in der die Eurasische und die Afrikanische Platte sowie die vorgelagerte Apulische Mikroplatte aufeinandertreffen, stellt eine natürliche, direkte und zudem leicht passierbare Passage zwischen der Ägäis und der Pannonischen Tiefebene dar. Diesen Korridor durchziehen bspw. auch die von Norwegen nach Griechenland verlaufende Europastraße 75 und eine Eisenbahnlinie. In den Grenzregionen zu Kosovo bzw. Albanien...

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