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Staatenlexikon Europa

Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft

Edited By Andreas Dittmann and Wolfgang Gieler

Das Staatenlexikon vermittelt grundlegende Kenntnisse zu Geographie, Kultur, Politik und Wirtschaft der Staatenwelt Europas. In alphabetischer Reihenfolge – von Albanien bis Zypern – werden insgesamt 50 Staaten behandelt. Die Besonderheit des Lexikons besteht in der Analyse gegenwärtiger gesellschaftspolitischer und ökonomischer Entwicklungen als historisch bedingten Prozessen. In kompakter Form werden Informationen auf aktuellem Stand über die Bedingungen und Strukturen, Interessen und Ziele der Politik der Staaten Europas untereinander und in der internationalen Arena geboten. Zielgruppen sind vor allem Wissenschaftler, Studierende, Dozenten, Journalisten und sonstige Mittler politischer Bildung sowie alle politisch Interessierten. Ein Grundlagenwerk, das zur differenzierten Beurteilung Europas im Wandel beiträgt. Dabei wird der Begriff «Europa» räumlich großzügig interpretiert und auch über Ost- und Südosteuropa hinaus bis zum Kaukasus ausgedehnt.

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Moldawien (Andreas Dittmann)

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Andreas Dittmann

Moldawien

Naturraum und geographische Rahmenbedingungen

Die Republik Moldau ist ein südosteuropäischer Binnenstaat, der größtenteils von ukrainischen Gebieten umschlossen wird und im Westen an Rumänien angrenzt. Der überwiegende Teil des Staatsgebietes befindet sich zwischen den Flüssen Pruth und Dnjestr bzw. unmittelbar entlang des Ostufers des Dnjestr. Obwohl die südliche Landesgrenze teilweise nur bis zu zwei Kilometer von der Schwarzmeerküste entfernt liegt, besteht kein direkter Meerzugang, stattdessen jedoch ein 400 bis 600 Meter langer Anschluss an den Unterlauf der dort schiffbaren Donau bei Giurgiulesti.

Der Landesname leitet sich vom südosteuropäischen Fluss Moldau ab (nicht zu verwechseln mit der mitteleuropäischen Moldau in Tschechien), der heute jedoch das Staatsgebiet der Republik Moldau nicht mehr berührt. Im Folgenden wird anstelle des offiziellen, in Deutschland und Österreich gebräuchlichen Landesnamens, Republik Moldau, die umgangssprachliche, sich aus dem Russischen hergeleitete und adjektiv-freundlichere Bezeichnung Moldawien verwendet.

Moldawien erstreckt sich von Norden nach Süden über etwa 350 km und ist nur rund 150 km breit. Etwa 12 % der Staatsfläche, unmittelbar östlich des Dnjestr, in denen rund 17 % der Bevölkerung leben, wurden 1992 nach einem kurzen Krieg als Transnistrien vom Rest des Landes abgespalten. Transnistrien ist bis heute international nicht als eigener Staat anerkannt.

Die Landschaft des überwiegend flachwelligen Moldawiens, das sich in Höhen zwischen 30 m und 429 m ü. M. erstreckt, ist vor allem von...

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