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Staatenlexikon Europa

Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft

Edited By Andreas Dittmann and Wolfgang Gieler

Das Staatenlexikon vermittelt grundlegende Kenntnisse zu Geographie, Kultur, Politik und Wirtschaft der Staatenwelt Europas. In alphabetischer Reihenfolge – von Albanien bis Zypern – werden insgesamt 50 Staaten behandelt. Die Besonderheit des Lexikons besteht in der Analyse gegenwärtiger gesellschaftspolitischer und ökonomischer Entwicklungen als historisch bedingten Prozessen. In kompakter Form werden Informationen auf aktuellem Stand über die Bedingungen und Strukturen, Interessen und Ziele der Politik der Staaten Europas untereinander und in der internationalen Arena geboten. Zielgruppen sind vor allem Wissenschaftler, Studierende, Dozenten, Journalisten und sonstige Mittler politischer Bildung sowie alle politisch Interessierten. Ein Grundlagenwerk, das zur differenzierten Beurteilung Europas im Wandel beiträgt. Dabei wird der Begriff «Europa» räumlich großzügig interpretiert und auch über Ost- und Südosteuropa hinaus bis zum Kaukasus ausgedehnt.

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Schweden (Frank Schüssler)

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Frank Schüssler

Schweden

Naturraum und geographische Rahmenbedingungen

Schweden liegt im Norden Europas auf der skandinavischen Halbinsel. Zu Norwegen verläuft die Grenze im Westen und Norden, Finnland liegt im Osten und Dänemark im Südwesten. Mit Letzterem ist es seit dem Jahr 2000 durch die Öresundbrücke verbunden. Während die Grenzen zu Norwegen und Finnland von Südsüdwest bis Nordnordost als Landgrenzen definiert sind, begrenzen der Bottnische Meerbusen, die Ostsee, Öresund und Kattegatt als blaue Grenze das schwedische Territorium.

Mit einer Gesamtfläche von 438.576 km2 ist Schweden das größte Land Skandinaviens, sofern das politisch zu Dänemark gehörende Grönland unberücksichtigt bleibt. Es erstreckt sich zwischen 55° und 69° nördlicher Breite und zwischen 11° und 24° östlicher Länge. Die größte Ausdehnung von Nord nach Süd beträgt 1.574 km, von West nach Ost 499 km.

Schwedens Morphologie ist sehr stark durch eiszeitliche Prozesse geprägt. Schweden liegt auf dem sogenannten Skandinavischen oder Fennoskandischen Schild, das in weiten Teilen durch vier ehemalige Gebirge dominiert wurde, die durch eiszeitliche Prozesse weitestgehend eingeebnet wurden und heute mit wenigen Ausnahmen eher den Eindruck einer sanft aufgewölbten Hochfläche erwecken (IMBER, TIETZE 1978: 19). Von Lappland in Norden bis nach Südschweden erstreckt sich an der Grenze zu Norwegen das Gebirge der Skanden, welches auch den höchsten Berg des Landes einschließt, den Kebnekaise mit einer Höhe...

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