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Staatenlexikon Europa

Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft

Edited By Andreas Dittmann and Wolfgang Gieler

Das Staatenlexikon vermittelt grundlegende Kenntnisse zu Geographie, Kultur, Politik und Wirtschaft der Staatenwelt Europas. In alphabetischer Reihenfolge – von Albanien bis Zypern – werden insgesamt 50 Staaten behandelt. Die Besonderheit des Lexikons besteht in der Analyse gegenwärtiger gesellschaftspolitischer und ökonomischer Entwicklungen als historisch bedingten Prozessen. In kompakter Form werden Informationen auf aktuellem Stand über die Bedingungen und Strukturen, Interessen und Ziele der Politik der Staaten Europas untereinander und in der internationalen Arena geboten. Zielgruppen sind vor allem Wissenschaftler, Studierende, Dozenten, Journalisten und sonstige Mittler politischer Bildung sowie alle politisch Interessierten. Ein Grundlagenwerk, das zur differenzierten Beurteilung Europas im Wandel beiträgt. Dabei wird der Begriff «Europa» räumlich großzügig interpretiert und auch über Ost- und Südosteuropa hinaus bis zum Kaukasus ausgedehnt.

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Slowakei (Michael Wagemann)

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Michael Wagemann

Slowakei

Naturraum und geographische Rahmenbedingungen

Die Parlamentarische Republik Slowakei ist ein Binnenstaat mit Transitfunktion zwischen Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Sie ist größtenteils ein Gebirgsland (etwa 80 % des Landes liegen über 750 m ü. M.) im Bereich der Westkarpaten, über deren äußere Flyschzone die Grenze zur Tschechischen Republik und teilweise die Grenze zu Polen verläuft. Intramontane Becken und zum Teil breite Täler der Flüsse Waag, Neutra und Gran, gliedern die Westkarpaten in einzelne Berggruppen und Gebirgsmassive (mit spektakulären Höhlen und Schluchten) mit teilweise Hochgebirgscharakter: die Hohe Tatra im Norden mit der Gerlsdorfer Spitze (2.655 m ü. M.), der höchsten Erhebung der Karpaten und damit der Slowakischen Republik, die Niedere Tatra (2.043 m ü. M.), die Große Fatra (1.592 m ü. M.), die Kleine Fatra (1.709 m ü. M.) und das Slowakische Erzgebirge (1.476 m ü. M.). Im äußersten Osten, östlich des Duklapasses und der Ondava-Ebene, auch Ostslowakische Ebene genannt, hat die Slowakei Anteil an den Waldkarpaten, und zwar mit dem Laborecbergland und dem vulkanisch geprägten Vihorlatgebirge. Ein weiteres Flachland breitet sich im Südwesten an der Donau aus, nämlich die Südslowakische Ebene mit der Großen Schütt, welche den Übergang zur Ungarischen Tiefebene bildet (LEXIKOGRAPHISCHES INSTITUT MÜNCHEN 1999). Bis auf die in der Hohen Tatra entspringende Popper (Poprad) entwässert fast das ganze Land zur Donau und damit zum Schwarzen Meer, wobei die Donau auch den Grenzfluss zu Ungarn...

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