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Staatenlexikon Europa

Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft

Edited By Andreas Dittmann and Wolfgang Gieler

Das Staatenlexikon vermittelt grundlegende Kenntnisse zu Geographie, Kultur, Politik und Wirtschaft der Staatenwelt Europas. In alphabetischer Reihenfolge – von Albanien bis Zypern – werden insgesamt 50 Staaten behandelt. Die Besonderheit des Lexikons besteht in der Analyse gegenwärtiger gesellschaftspolitischer und ökonomischer Entwicklungen als historisch bedingten Prozessen. In kompakter Form werden Informationen auf aktuellem Stand über die Bedingungen und Strukturen, Interessen und Ziele der Politik der Staaten Europas untereinander und in der internationalen Arena geboten. Zielgruppen sind vor allem Wissenschaftler, Studierende, Dozenten, Journalisten und sonstige Mittler politischer Bildung sowie alle politisch Interessierten. Ein Grundlagenwerk, das zur differenzierten Beurteilung Europas im Wandel beiträgt. Dabei wird der Begriff «Europa» räumlich großzügig interpretiert und auch über Ost- und Südosteuropa hinaus bis zum Kaukasus ausgedehnt.

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Slowenien (Wolfgang Gieler unter Mitarbeit von Christian Hellfritzsch)

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Wolfgang Gieler unter Mitarbeit von Christian Hellfritzsch

Slowenien

Naturraum und geographische Rahmenbedingungen

Die Republik Slowenien ist ein Einheitsstaat im südöstlichen Mitteleuropa, der im Norden an Österreich, im Osten an Ungarn, südlich an Kroatien und westlich an Italien grenzt. Über die Halbinsel Istrien hat das Land im äußersten Südwesten auch einen kleinen Anteil am Adriatischen Meer. Slowenien verfügt trotz seiner geringen Fläche von etwa 20.000 km2 – dies entspricht in etwa der flächenmäßigen Ausdehnung des deutschen Bundeslands Sachsen-Anhalt – über eine sehr große geographische Vielfalt. ← 538 | 539 →

Die julischen Alpen im Nordosten sind stark gebirgig geprägt, während sich das Zentrum und der Osten im Pannonischen Tiefland befinden. Im Süden wiederum hat das Land einen Anteil am Dinarischen Gebirge, das sich durch die für Slowenien typische Karstlandschaft auszeichnet. Diese entstand aus den dort besonders löslichen Gesteinen und lang anhaltender Korrosion, die diesen ihre charakteristische Form gab. Der Süden zeichnet sich daher insbesondere durch eine Vielzahl an Höhlen, Dolinen und Poljen (trichterförmige Einsenkungen im Gestein) aus.

Kennzeichnend ist für die Landschaft darüber hinaus die hohe Anzahl an Wasserfällen, Seen und Flüssen, von denen einige aufgrund des sehr löslichen Gesteins unterirdisch fließen. Aufgrund der geographischen Besonderheiten existieren mehrere Klimazonen. In den Gebirgsregionen der Alpen herrscht alpines Klima, das kühle Temperaturen bis zum Frühsommer bringt, der Osten hingegen...

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